Bettina Plank verzichtet für ihren Olympiatraum auf die Generalprobe

Sport / 05.09.2019 • 18:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bleibt als Daumendrückerin: Bettina Plank.gepa
Bleibt als Daumendrückerin: Bettina Plank.gepa

Tokio Bettina Plank (27) kämpfte nach ihrem Seitenbandriss hart um ihren Start bei der Olympia-Generalprobe in Tokio. Nach der Abwaage der Kumite-Kämpferin in der Klasse bis 50 Kilogramm, fiel die Entscheidung, auf den Start beim Premier League-Event im Nippon Budokan zu verzichten. „Ich war trotz des großen Trainingsrückstandes bis zuletzt positiv. Aber als ich im letzten Training umgeknickt bin, war das ein bisschen ein Zeichen für mich, dass ich noch nicht die volle Kontrolle über meine Bewegungsabläufe habe. Die brauche ich im Wettkampf aber zu hundert Prozent“, erklärt die Heeressportlerin, die sich am 30. Juni im Finale der European Games einen Seitenbandriss im linken Knie zugezogen hatte, danach sechs Wochen Schiene tragen musste und dadurch ohne Operation davongekommen war.

Im Olympiaranking liegt die Vorarlbergerin, die in Linz lebt, immer noch auf Rang drei: „Jetzt bleiben mir noch neun Wettkämpfe, bis die reguläre Olympia-Qualifikation im März endet. Danach gibt es im Mai noch ein Qualifikations-Turnier in Paris. Bis dahin gilt es, kluge Entscheidungen zu treffen, um das Ziel einer Olympiateilnahme nicht zu gefährden.“

Olympia-Luft geschnuppert

Was die Goldmedaillengewinnerin von Minsk aus Tokio mitnimmt? „Abgesehen von der Olympia-Luft, die wir hier im Budokan schnuppern durften, in jedem Fall die Erfahrung, dass ich mich auf Neues einlassen kann. Normalerweise bin ich in der Woche vor einem Wettkampf im Tunnel, habe jeden Schritt geplant. Ich bin da nicht sehr spontan und mag es nicht, wenn ich nicht weiß, wie etwas ablaufen wird. Diesmal war alles anders, nichts war fix und trotzdem war ich von Training zu Training fokussiert und konnte diese Ungewissheit ausblenden.“