Ein Saisonstart in zwei Akten

Sport / 05.09.2019 • 18:49 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Rückraumspielerin Laura Seipelt ist eine fixe Größe im Spiel der Feldkircherinnen.VN/Stiplovsek/3
Rückraumspielerin Laura Seipelt ist eine fixe Größe im Spiel der Feldkircherinnen.VN/Stiplovsek/3

SSV Schoren beginnt neue Handballsaison mit einem Auswärtsspiel, BW Feldkirch mit einer Absage.

Dornbirn, Feldkirch Nach den Handball-Herren ist vor den -Damen. Mit einem Auswärtsspiel beginnt für die Vorarlberger Teams die neue Saison in der höchsten Spielklasse. Aufgrund einer Spielverschiebung greifen am Samstag nur die Girls des SSV Dornbirn Schoren in das Geschehen ein. Dabei wird ein neues Kapitel in der Klubgeschichte aufgeschlagen, stellt man mit einem Altersdurchschnitt von 19,5 (!) Jahren wie berichtet das jüngste Team in der WHA-Meisterschaft. Gebildet ausschließlich aus Spielerinnen des eigenen Nachwuchses bzw. aus Vereinen aus der Region. Neu im Team von Trainerin Ausra Fridrikas ist Malina Kellenberger. Die Schweizer Rückraumspielerin ist seit dem Trainingslager im Montafon dabei.

Klare Erwartungshaltung

Die Erwartungen für die Saison sind vor allem der Jugend geschuldet. Gerade zu Beginn der Meisterschaft rechnet Fridrikas doch mit einigen Leistungsschwankungen. Umso wichtiger wäre ein Sieg zum Auftakt, wenn man am Samstag bei Aufsteiger Ferlach gastiert. Dennoch geht die ehemalige Welthandballerin das Unterfangen optimistisch an. „Ich stecke meine Ziele generell hoch. Das ist wichtig, wenn man weiterkommen will. Ziel ist ganz klar am Ende der Saison eine bessere Platzierung als im Vorjahr (Anm. d. Red.: Da war es Platz sechs).“ Die 52-Jährige weiß aber auch, dass das Erreichen der Ziele mit harter Arbeit verbunden ist. „Es ist absolut kein Selbstläufer“, so Fridrikas und ergänzt: „Wir wollen mit schnellen und attraktiven Handball punkten.“ Beim Publikum und auch gegen die Gegner.

Brisantes Duell

Gleich am zweiten Spieltag kommt es beim Heimauftakt zum Aufeinandertreffen mit Feldkirch. Ein schweres Programm, wie Günter Marksteiner meint: „Gegen einen Aufsteiger zu beginnen, ist immer schwer. Und gegen Feldkirch sind wir Außenseiter“, so der Sportliche Leiter. Ziel sei es, der Jugend das entsprechende Vertrauen und die Zeit zu geben.

Bangen um Spielberechtigung

In Feldkirch, wo heute (19 Uhr, Reichenfeldhalle) die Generalversammlung und am Samstag (16 Uhr) das Eröffnungsfest über die Bühne geht, blickt man mit gemischten Gefühlen dem Saisonstart in einer Woche entgegen. „Weil wir in der Abwehr sicher noch Potenzial haben, weil viele Teams einen Umbruch erlebt haben“, sagt Kapitänin Elisabeth Schneider. Keine Sorgen mache ihr der Angriff, „da sind wir eingespielt und haben wir richtig Qualität“. In der Vorbereitung habe man bewusst auf viele Spiele gesetzt. „Wir haben einfach gemerkt, dass uns der Spielrhythmus extrem gut tut“, erklärt die 23-Jährige, die trotz ihrer Jugend mit sieben Saisonvorbereitungen schon viel Routine mitbringt. Was das Saisonziel betrifft, ist sie (noch) vorsichtig: „Voll reinstarten und dann schauen wir im Oktober, welches Ziel für uns aussichtsreich und dennoch streng ist.“

Ein Wermutstropfen kurz vor Beginn ist das noch fehlende Visum für Neuerwerbung Aleksandra Pericevic. Vielleicht geht es sich ja für das Derby am 14. September aus.

„Ich stecke meine Ziele generell hoch. Das braucht man, um auch weiterzukommen.“

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