Als Leader zum Titelshowdown

Sport / 12.09.2019 • 18:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In den bisherigen 20 Wettfahrten gab es für den YC Hard neun erste, sechs zweite und zwei dritte Plätze. Drei Mal landete man außerhalb der Top-3-Ränge.SBL
In den bisherigen 20 Wettfahrten gab es für den YC Hard neun erste, sechs zweite und zwei dritte Plätze. Drei Mal landete man außerhalb der Top-3-Ränge.SBL

YC-Hard-Crew greift am Mattsee nach der Krone in der Segel-Bundesliga.

Hard Die Crew des Yacht Clubs Hard (YCH) reist als führendes Team in der Gesamtwertung zum vierten und letzten Stopp der Österreichischen Segelbundesliga 2019 nach Mattsee. Mit einer konstanten Serie bei den bisherigen drei Events könnten Skipper Michael Quendler und sein Team als zweite Vorarlberger Crew nach dem Titel-Doppelpack von Max Trippolt (YC Bregenz) in den Jahren 2016 und 2017 nach drei Jahren Pause die Krone der Segelbundesliga wieder an den Bodensee holen.

Champions League als Motivation

Dass die Quendler-Crew als Leader ins Saisonfinale geht, ist vor allem der Konstanz bei den Stationen am Neusiedler-, Wörther- und Achensee zu verdanken. Nach dem vierten Platz beim Auftakt im Burgenland und Rang zwei in Kärtnen übernahmen die Harder beim letzten Stopp in Tirol mit dem dritten Tag die Gesamtführung. Michael Quendler: „Wir haben uns bislang kaum einen Ausrutscher geleistet und als führendes Team am Mattsee an den Start zu gehen gibt uns viel Motivation und Selbstvertrauen. Doch noch sind wir nicht am Ziel“, betont der Steuermann vor dem anstehenden Showdown.

Bereits bei der Qualifikation für die Sailing Champions League in Palma de Mallorca war der Anspruch ganz klar, auch dieses Jahr wieder in die Top Vier der Segelbundesliga zu segeln. Damit hätte man ein Qualifikationsticket für die Champions League in der Tasche und könnte auch 2020 wieder um den Einzug in das Finale der Sailing Champions League kämpfen. Die besten Clubs ermitteln in den Qualifikationsvorrunden ihre jeweils besten Mannschaften, welche dann am Ende der Saison beim Finale um den Titel kämpfen: „Die Serie in Mallorca im Mai dieses Jahres hat uns viel Motivation gegeben. Sich mit den besten Seglern der Welt zu messen und dabei noch jede Menge zu lernen, sorgte für den inneren Antrieb. Wir wollen da wieder hin und zeigen, dass wir auch in großen Starterfeldern und uns überlegenen Booten mitfahren können“, zeigt sich Hannah Thaler bereits für die Saison 2020 motiviert.

17 Top-3-Plätze in 20 Wettfahrten

Obwohl die Harder in den bisherigen 20 Wettfahrten nicht weniger als 17 Top-3-Platzierungen (9/6/2) verzeichneten, wird der angestrebte Titelgewinn auch für das perfekt eingespielte Team alles andere als ein Selbstläufer. Die Brüder Michael und Manuel Quendler, Hannah Thaler und Vorschiffsmann Laurenz Grabher kennen zwar jeden Handgriff und wissen die Gegner einschätzen. „Es wird ein taktisch anspruchsvolles Wochenende und es ist keine ausgemachte Sache, dass wir am Ende die Sieger sind. Wir dürfen uns auf keine unnötigen Manöver einzulassen und müssen versuchen, gleich beim Start riskante Bord-an-Bordduelle zu vermeiden. Bislang ist uns dies gut gelungen und jetzt wollen wir unser Erfolgsrezept bis zum Ende durchziehen“, gibt Manuel Quendler als Taktiker den Plan vor.

Nach den Rängen sieben bei der Premiere 2016, Platz neun 2017 und Bronze im Vorjahr wollen Michael Quendler und Crew in ihrer vierten Ligasaison nun den Sprung auf die höchste Stufe des Siegerpodests realisieren.

Das zweite Vorarlberger Team vom Yacht Club Bregenz (YCB) mit Steuermann Bartle Matt, Mathias Kühne, Lukas Linhart, Gallus Matt und Springer Christoph Matt nimmt das Finalwochenende als
17. in Angriff.