Mählich übernimmt, in Klagenfurt soll es noch Tiefenbach richten

Sport / 12.09.2019 • 22:06 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auftrag für Lustenaus Neuen: Roman Mählich soll der Austria den Aufstiegstraum erfüllen.gepa
Auftrag für Lustenaus Neuen: Roman Mählich soll der Austria den Aufstiegstraum erfüllen.gepa

Austria Lustenau in der Trainerfrage mit Ex-Sturm-Coach kurz vor endgültigen Einigung.

Lustenau Als 17-Jähriger hat er 1989 für den Wr. Sportclub sein erstes Bundesligaspiel absolviert, seinen 48. Geburtstag kommende Woche wird Roman Mählich wohl in Vorarlberg feiern. Als Trainer bei der Lustenauer Austria. Lange hatten sich die Grün-Weißen um den ehemaligen Spieler der legendären 98er-Mannschaft des SK Sturm bemüht. Getreu dem Motto „Was lange währt, wird endlich gut“ steht die Einigung auf eine längerfristige Zusammenarbeit kurz bevor. „Wir können noch keine Vollzugsmeldung geben“, kommentierte Austria-Vorstandssprecher Bernd Bösch die laufenden Verhandlungen.

Ein Trainer voller Ehrgeiz

Mählich eilt der Ruf voraus, schon als Spieler den ganz Großen die Stirn geboten zu haben. Aufgrund seiner Körpergröße (172 cm) waren vor allem Ehrgeiz, Kampfgeist und Können gefragt. Attribute, die ihm nun auch im Trainerjob weiterhelfen sollen. Denn sein Engagement bei seinem Herzensklub SK Sturm endete nach nur 20 Spielen. Dass er dabei vor etwas mehr als einem Jahr (25. November 2018) sein Debüt auf der Sturm-Trainerbank ausgerechnet in Vorarlberg gefeiert hat, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Mit 2:0 feierte er in Altach einen erfolgreichen Einstand, am Ende aber sollte es eine kurze Zeit in Graz werden.

In Lustenau will der Niederösterreicher das schaffen, was ihm mit Wr. Neustadt knapp verwehrt geblieben war, nämlich den Aufstieg in die Bundesliga. Seit seinem Blitzbesuch in der Länderspielpause in Lustenau war Roman Mählich in der Trainernachfolgedebatte die Nummer eins. Die Verhandlungen erwiesen sich schließlich auch aufgrund eines Auslandsurlaubs des Wunschkandidaten als nicht ganz so einfach. Das ist auch der Grund, warum der neue Cheftrainer der Lustenauer die Mannschaft in Klagenfurt nicht live im Stadion mitverfolgen kann. Letztendlich aber sollte die räumliche Verhandlungsentfernung keine Rolle spielen und die handelnden Personen sollten sich schon bald vollends angenähert haben. Die mündiche Zustimmung des 20-fachen ÖFB-Nationalspielers liegt bereits vor. Jetzt geht es darum, die Vertragsdetails aufs Papier zu bringen und die Unterschriften darunter zu setzen. Die Rede ist von längerfristiger Planung, darin enthalten ist auch der Aufstiegsplan der Austria, der vor Saisonstart auf zwei Jahre angelegt wurde. Allerdings wird Mählich vorerst allein nach Vorarlberg kommen. Gerne hätte er wohl Gerhard Fellner, mit dem er erfolgreich bei Wr. Neustadt zusammengearbeitet hat, mitgenommen. Präsentiert werden soll Mählich am Montag, schon zuvor will Sportdirektor Christian Werner – er weilt mit der Mannschaft in Klagenfurt – Spieler und Trainerkollegen informieren.

„Eine Vollzugsmeldung kann es nur geben, wenn die Verträge unterschrieben sind.“

Zur Person

Roman Mählich

20-facher österreichischer Nationalspieler, arbeitete auch als TV-Analyst für den ORF.

Geboren 17. September 1971 in Wr. Neustadt

Ausbildung UEFA Pro Lizenz

Stationen als Trainer Austria U-19, SC/ESV Parndorf, Lassee, Mannsdorf, St. Margarethen, Austria Wien Amateure, Wr. Neustadt, SK Sturm Graz, SC Austria Lustenau (Vertrag bis 2021)

Leistungsdaten 191 Spiele, 83 Siege, 48 Remis, 60 Niederlagen – ein Punkteschnitt von 1,56