Bulldogs gewinnen hauchdünn

Sport / 13.09.2019 • 22:39 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Juhani Tamminen (l.) und Olle Liss konnten sich über einen gelungenen Ligaauftakt freuen.GEPA
Juhani Tamminen (l.) und Olle Liss konnten sich über einen gelungenen Ligaauftakt freuen.GEPA

Im ersten Spiel der Saison besiegte Dornbirn die Innsbrucker Haie mit 2:1 in der Verlängerung.

Innsbruck Es war eine nervenaufreibende Premiere für Bulldogs-Coach Jussi Tupamäki und sein Team. Erst in der Verlängerung setzten sich die Messestädter mit 2:1 gegen Innsbruck durch. „Es war die typische erste Partie des Jahres. Wir haben schlampig gespielt und dank Rasmus Rinne sind wir zum Glück im Spiel geblieben“, meinte ein selbstkritischer Emilo Romig, der für die Entscheidung sorgte. Nicht nur die Qualitäten von DEC-Keeper Rinne sind schon morgen wieder gefragt. Die Bulldogs treffen zu Hause auf Salzburg (17.30 Uhr).

Der eine oder andere Bulldogs-Spieler biss dann doch die Zähne zusammen, um bei der Saison-Premiere dabei zu sein. So konnte DEC-Coach Tupamäki im ersten Ligaspiel tatsächlich aus dem Vollen schöpfen. Die zwölf Stürmer und sechs Verteidiger wurden von den Gastgebern in der Anfangsphase ordentlich beschäftigt. Dornbirn-Goalie Rinne vereitelte gleich einige gute Chancen der Haie. Nur zögerlich fanden die Gäste ins Spiel, zu selten funktionierte im Startdrittel das von Trainer Tupamäki geforderte schnelle Umschaltspiel. In der achten Minute landete ein Pass jedoch bei Juhani Tamminen. Der Finne stürmte in Richtung Innsbrucker Gehäuse, hielt drauf und abgelenkt vom gegnerischen Schläger landete die Scheibe im Tor. Der Führungstreffer war zugleich das erste Tor in der neuen EBEL-Saison. Die Tiroler versuchten auszugleichen und scheiterten in der 13. Minute bei einem Schuss von Jan Lattner nur an der Stange. Dornbirn agierte von Minute zu Minute mutiger und in der 16. Minute vergab Torschütze Tamminen nur knapp.

Trefferflaute

Das Westderby blieb auch im zweiten Drittel vorerst flott. In der 24. Minute waren die Messestädter mit einem Mann mehr auf dem Eis. Doch Olle Liss agierte zu nachlässig und verlor die Scheibe. Der davoneilende Ondrej Sedivy ließ sich vom Schweden dann nur mehr per Foul stoppen. Der folgende Penalty war die nächste dicke Ausgleichschance für die Hausherren, aber Rinne parierte den Versuch von Sedivy. Abgesehen von dieser Aktion waren es aber die Bulldogs, die im Mittelabschnitt mehr Druck ausüben konnten. Evan Trupps Möglichkeiten (29./34.) und ein Sololauf von Stefan Häußle (35.) brachten keinen Treffer. Genauso sicher wie Dornbirns Rückhalt agierte auch Motte im Tor der Haie.

Eigentlich war ein Westderby stets ein Torgarant. Mit 6,78 Treffern pro Spiel zählte dieses Duell zu den torreichsten der Liga. So gab es in 36 Aufeinandertreffen erst drei Matches mit weniger als vier Treffern. In der 44. Minute landete die Scheibe dann prompt zum 1:1 im Netz. Jedoch gaben die Schiedsrichter den Ausgleich nach Videostudium nicht. Sieben Minuten vor Spielende erlösten die Haie ihre Fans aber doch noch. Im Powerplay beförderte ausgerechnet Ex-Dornbirn-Stürmer Joel Broda den Puck in die Maschen. Wie schon beim Ligaauftakt vor einem Jahr fiel die Entscheidung erst in der Overtime. Romig war in der 65. Minute für die Gäste erfolgreich. ABR

„Danke an Rasmus Rinne, der uns im Spiel gehalten hat.“

Eishockey

Erste Bank Eishockey Liga

1. Runde

HC Innsbruck – Dornbirner EC  1:2 n. V. (0:1, 0:0, 0:0, 0:1)

Innsbruck, 2200, SR M. Nikolic, Smetana, Basso, Nothegger
Torfolge: 8. 0:1 Tamminen, 53. 1:1 Broda (5:4), 65. 1:2 Romig
Strafminuten: 8 bzw. 14
Dornbirn: Rinne (Tschrepitsch); Magnan, Gartner, Vainonen, Subban, Kauppila, Egger, Wolf; Romig, Trupp, Rapuzzi, Bau, Tamminen, Liss, Pöschmann, Häußle, Macierzynski, Schwinger, Fröwis, Antonitsch

KAC – Fehervar AV19 5:0 (1:0, 3:0, 1:0)

Klagenfurt, 3808, SR Fichtner, K. Nikolic, Gastol, Schauer

Torfolge: 14. 1:0 Richter, 23. 2:0 Petersen, 30. 3:0 Neal (5:4), 35. 4:0 Hundertpfund (5:4), 49. 5:0 Kozek

Strafminuten: 6 bzw. 14

Graz 99ers – Vienna Capitals 2:1 n. V (0:0, 0:0, 1:1, 1:0)

Graz, 2412, SR Piragic, Zrnic, Seewald, Zgonc

Torfolge: 42. 0:1 Loney, 52. 1:1 Hillding, 63. 2:1 Johansson

Strafminuten: 14 bzw. 12

HCB Südtirol – RB Salzburg 1:5 (0:1, 1:1, 0:3)

Bozen, 2805, SR Berneker, Stolc, Pardatscher, Sparer

Torfolge: 1. 0:1 Kolarik, 30. 1:1 Hargrove, 40. 1:2 Kolarik (5:4), 48. 1:3 Hughes, 52. 1:4 Feldner, 58. 1:5 Heinrich

Strafminuten: 18 bzw. 16

2. Runde

Dornbirn Bulldogs – EC Red Bull Salzburg Sonntag

Messehalle, 17.30

Fehervar AV 19 – EHC Black Wings Linz Sonntag

Fehervar, 17.30

Vienna Capitals – Klagenfurter AC Sonntag

Wien, 17.30, live auf servushockeynight.com

Villacher SV – HC Bozen Sonntag

Villach, 17.30

HC Znojmo – Graz 99ers Sonntag

Znojmo, 17.30