Freitag mit Köpfchen rettet Austria Punkt

Sport / 13.09.2019 • 20:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für Sebastian Feyrer, im Laufduell mit Markus Rusek, läuft es in Lustenau weiterhin gar nicht nach Wunsch.gepa
Für Sebastian Feyrer, im Laufduell mit Markus Rusek, läuft es in Lustenau weiterhin gar nicht nach Wunsch.gepa

Lustenauer ziehen in Klagenfurt den Kopf aus der Schlinge.

Klagenfurt Handelfmeter, 1:3 zurückgelegen – und am Ende einen Punkt geholt. Austria Lustenau zeigte bei Tabellenführer Austria Klagenfurt Moral und hat damit einen Totalabsturz verhindert. Denn ausgerechnet Sebastian Feyrer, der in dieser Saison schon zweimal ausgeschlossen wurde, krönte mit einem sorglosen Handelfmeter eine planlose Phase der Grün-Weißen (70.).

Dabei passte bei den erstmals von Tamas Tiefenbach betreuten Vorarlberger anfangs die Ordnung. Und mit dem ersten Torabschluss hieß es auch schon 1:0 für die Lustenauer. Nach einem Foul an Morys war es Torjäger Ronivaldo, der nach einem kurz aufgespielten Freistoß von Pius Grabher den Ball aus gut 30 Metern in die Maschen donnerte (17.). Sicherheit im Spiel gab es durch den Treffer nicht. Es waren vielmehr die Kärntner, die in der Folge das Tempo und das Spiel bestimmten. Die Austria versuchte defensiv gut zu stehen, aber vor allem im Zentrum taten sich immer wieder Löcher auf.

Viel Moral in der Schlussphase

Dass Torhüter Kevin Kunz beim Ausgleich – einem Schuss ins kurze Eck – patzte, passte irgendwie ins Bild. Der 27-jährige Deutsche aber steigerte sich und wurde noch zum sicheren Rückhalt. Mit einigen starken Paraden hielt Kunz seine Mannschaft im Spiel. Bei den Gegentreffern zwei und drei aber war auch er machtlos.

Auf der Bank reagierte der Coach und schickte mit Thomas Mayer und Marcel Canadi zwei frische Offensivkräfte ins Rennen. Das sollte sich bezahlt machen. Weil die Austrianer nie aufgaben und weil in der Schlussphase vehement der Abschluss gesucht wurde. Als dann Pius Grabher der Anschluss gelang, wuchs die Zuversicht und Christoph Freitag belohnte die Aufholjagd mit einem Kopfballtreffer in der Nachspielzeit.

Unterschrift noch am Wochenende

Schon heute oder spätestens am Sonntag könnte die Trainerdiskussion ein Ende haben, wenn nämlich der Vertrag von beiden Seiten unterschrieben wird. Die Austria jedenfalls hält an ihrer Zielvorgabe fest, Roman Mählich (47) am Montag nach dem Vormittagstraining zu präsentieren.

„Es war definitiv nicht alles Gold, was glänzt, aber Riesenkompliment für die große Moral.“