DTM-Boss Berger möchte Rast in der Formel 1 sehen

Sport / 16.09.2019 • 21:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Dem neuen DTM-Champion René Rast wird von seinem ehemaligen Teamchef Walter Lechner großes Talent attestiert.gepa
Dem neuen DTM-Champion René Rast wird von seinem ehemaligen Teamchef Walter Lechner großes Talent attestiert.gepa

Wahl-Bregenzer bekommt nach Tourenwagen-Titel Nummer zwei viel Lob.

Nürnberg René Rast holte sich vorzeitig seinen zweiten Titel im Deutschen Tourenwagen-Masters nach 2017. Dem Wahl-Bregenzer reichte auf dem Nürburgring Platz drei hinter seinen Audi-Markenkollegen Jamie Green und Robin Frijns. Mit 279 Punkten ist der gebürtige Deutsche in der Gesamtwertung vor den beiden ausstehenden Rennen auf dem Hockenheimring (5. und 6. Oktober) nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

DTM-Boss Gerhard Berger ist voll des Lobes über seinen schnellsten Piloten: „Der René fährt in einer eigenen Liga, ist wirklich herausragend. Ich würde ihn gern in der Formel 1 sehen, wäre er jünger (Rast wird Ende Oktober 33, Anm.). Wie er arbeitet, wie er alles kontrolliert und sich die Rennen einteilt, das ist Klasse. Aber andererseits muss ich als Serienchef hoffen, dass er nächstes Jahr nicht so überlegen ist.“

Im Team von Walter Lechner schaffte Rast den Durchbruch im Porsche Supercup, gewann drei Mal en suite (2010–12) die Gesamtwertung. „Sein Erfolg überrascht mich nicht. Renés Talent blieb manchen verborgen. Er hatte es nie leicht. Als er bei mir fuhr, war ich zum Teil auch sein Sponsor. Einmal war er eine Woche vor Saisonstart völlig verzweifelt, weil er kein Geld mitbringen konnte. Vom Talent her würde ich ihn auf eine Stufe mit Stefan Bellof stellen“, erklärt der Salzburger, bei dem ja auch der 1985 tödlich verunglückte Deutsche in der Schule ausgebildet worden war. „René ist ruhig, ausgeglichen, mit ihm zu arbeiten macht Freude“, ergänzt Lechner. GK