Nach EM-Bronze weitere Medaillen um Haaresbreite verfehlt

Sport / 16.09.2019 • 21:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sheileen Waibel holte EM-Bronze in der Mannschaft.Paulitsch
Sheileen Waibel holte EM-Bronze in der Mannschaft.Paulitsch

Sheileen Waibel und Thomas Mathis mit Top-6-Plätzen bei Schützen-EM.

Bologna Nach dem Gewinn der Bronzemedaille in der Mannschaft und Rang sechs in der Einzelkonkurenz mit einem Ring Rückstand auf Bronze von Sheileen Waibel im Kleinkaliber-Liegendbewerb haben Vorarlbergs Gewehrschützen bei den weiteren Starts bei der Europameisterschaft in Bologna nur knapp eine weitere Medaille verfehlt. In der Kleinkaliber-Dreistellung lieferte die 18 Jahre alte Tochter von Nationaltrainer und Olympiamedaillengewinner Wolfram Waibel im Liegenddurchgang mit 393 Ringern bzw. den 376 Zählern in der Stehendkonkurrenz eine Kostprobe ihres Könnens ab. Lediglich im Kniend-Bewerb bekundete Waibel mit den extrem böigen Verhältnissen Probleme, blieb mit 377 Ringen klar unter ihren Möglichkeiten und musste sich am Ende mit Platz 24 begnügen. „Der Schießstand hier in Bologna ist leider extrem windanfällig. Besonders die Startplätze in der Mitte sind davon betroffen. Hier hat Sheileen einige Ringe liegen lassen, die am Ende eine durchaus mögliche Finalteilnahme der Top-acht-Schützinnen vereitelte“, erklärt Coach und Vater Wolfram. Im Teambewerb verpasste das ÖSB-Trio Waibel, Rebecca Köck und Lisa Hafner als Siebter die Medaille klar.

Im Mixedteambewerb der Liegendkonkurrenz starteten Waibel und Stefan Wadlegger tadellos und führten nach der Qualifikation mit 413,9 Ringen die Zwischenwertung an. Beim im K.-o.-Modus ausgetragenen Finaldurchgang musste sich das ÖSV-Duo dann im Viertelfinale mit 0,1 Ringen Differenz gegen Ungarn geschlagen geben und belegte den fünften Platz.

1,1 Ringe hinter Bronze

Ebenfalls nur knapp den Sprung auf das Siegerpodest verfehlt hat Thomas Mathis im Kleinkaliber-Liegendbewerb. Mit 624,4 Ringen hatte der 28 Jahre alte Hohenemser am Ende als Fünfter 2,6 Ringe Rückstand auf die Silbermedaille bzw. 1,1 Zähler Differenz auf die bronzene Auszeichnung. „Eine Medaille wäre definitiv möglich gewesen. Nach konstanten Durchgängen zwischen 104,2 und 105,1 Ringen habe ich in der fünften von sechs 10er-Serien leider etwas den Faden verloren und habe mit den 102,5 Ringen die Medaille liegen gelassen. In Summe zwar eine gute Leistung, doch um in den Medaillenrängen zu landen, darf man sich so eine Serie, wie ich sie hatte, eben nicht erlauben“, bilanzierte der Hohenemser.

Die letzte Möglichkeit für eine Medaille hat der Vorarlberger 2016-Olympiastarter heute an der Seite der Tirolerin Franziska Peer im Mixedteambewerb. VN-JD