Starker Thiem brachte Europa in Führung

Sport / 20.09.2019 • 22:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Auftaktsieg beim Laver Cup in Genf gegen Shapalov.

Genf Dominic Thiem hat mit einer starken Leistung Europa beim Laver Cup in Genf mit 1:0 in Führung gebracht. Zum Auftakt der dritten Auflage dieses an den Golf-Ryder-Cup angelehnten Kontinentalvergleichs wehrte Österreichs Tennis-Star den für die Welt-Auswahl spielenden Kanadier Denis Shapovalov beim 6:4, 5:7, 13:11 drei Matchbälle ab und holte den ersten Punkt für Favorit Europa. Die USA glich durch Jack Sock aus, der Fabio Fognini (Ita) 6:1, 7:6(3) bezwang.

Nach Prag und Chicago geht der nach der australischen Tennis-Legende Rod Laver benannte Show-Event, an dem Roger Federer maßgeblich beteiligt diesmal ist in Genf über die Bühne. Thiem hatte die Ehre, den hochkarätigen Vergleich der besten Spieler der Welt zu eröffnen. Der Österreicher lieferte auf dem schwarzen Belag nach dem Überstehen einer hartnäckigen Virus-Erkrankung eine famose Leistung ab. „Ich bin in erster Linie richtig glücklich, dass ich den Punkt für Team Europe geholt habe, und froh, dass ich für mich selbst das Match gewonnen habe. Das ist schon gut fürs Selbstvertrauen“, meinte Thiem.

Spannung pur

Den ersten Satz hatte der Weltranglistenfünfte gegen den in Israel geborenen und auf den Bahamas lebenden Weltranglisten-33. Shapovalov relativ problemlos nach 35 Minuten in der Tasche. Vor den Augen von Europa-Kapitän Björn Borg schaffte Thiem im zweiten Durchgang zwar zunächst ein Rebreak zum 2:3, gab im Finish aber seinen Aufschlag neuerlich ab und musste deshalb ins Match-Tiebreak.

Dort erlebten die 17.000 Zuschauer einen wahren „Nägelbeißer“ zwischen den Kontrahenten. Shapovalov führte 3:1, ehe Thiem mit vier Punkten in Folge auf 5:3 stellte und gleich darauf auf 7:5 erhöhte. Dann gelangen aber auch dem 20-jährigen Außenseiter vier Punkte in Serie und der Kanadier hatte bei 9:7 zwei Matchbälle. Thiem wehrte diese ab, vergab bei 10:9 den Sieg, wehrte auch einen dritten Matchball Shapovalovs ab, blieb cool. Sein eigener, zweiter Matchball brachte dann nach rund zwei Stunden die Entscheidung.