Federer und Zverev machten es möglich

Sport / 22.09.2019 • 22:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Triumph beim Laver-Cup für Europa: Dominic Thiem jubelt. gepa
Triumph beim Laver-Cup für Europa:
Dominic Thiem jubelt. gepa

Europa gewann Laver-Cup in Genf gegen Team Welt mit 13:11, Thiem verlor gegen Fritz.

Genf Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem hat auch bei seiner zweiten Teilnahme am Laver-Cup mit dem Team Europa den Titel gewonnen. War es 2017 in Prag ein 15:9 gegen das Team Welt gewesen, ging es diesmal in Genf mit einem 13:11 aber deutlich enger zu. Erst das Match-Tiebreak der letzten Partie entschied. Im Vorjahr in Chicago war Thiem nicht Teil der 13:8 siegreich gebliebenen europäischen Equipe.

Der Niederösterreicher hatte bei der dritten Auflage dieses Bewerbs am Freitag mit einem 6:4, 5:7, 13:11 über den Kanadier Denis Shapovalov für den ersten Punkt des Titelverteidigers gesorgt. Wichtiger war aber seine Partie gestern gegen Taylor Fritz, da es dafür drei Zähler statt nur einen Siegpunkt gab. Die holte mit einem 7:5, 6:7(3), 10:5 aber der US-Youngster. Thiem war für den verletzen Rafael Nadal eingesprungen, Fritz für den ebenso angeschlagenen Nick Kyrgios.

Gut gespielt, aber verloren

„Ich bin einerseits wütend, dass ich verloren habe. Aber andererseits habe ich ein gutes Match gespielt“, sagte Thiem nach einer Partie, in der er alle seine sieben Breakchancen ausgelassen hatte. „Im Endeffekt haben ein paar Sachen den Ausschlag gegeben. Wir waren beide auf der Höhe. Es war sicher mein bestes Match, seit ich von den US Open zurückgekommen bin.“ Nach Wochen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung war der Event für den 26-Jährigen sicher ein wichtiger Schritt.

Durch die Niederlage des Weltranglistenfünften musste das vom Schweden Björn Borg betreute Team Europa aber dem Team Welt mit 11:7 seine höchste Führung in der Geschichte des noch jungen Bewerbs zugestehen. Mitentscheidend dafür war im ersten Sonntag-Match ein 5:7, 6:4, 10:8 des US-Duos John Isner/Jack Sock gegen Roger Federer/Stefanos Tsitsipas gewesen. Damit mussten für eine erfolgreiche Titelverteidigung beide verbliebenen Einzel gewonnen werden.

Federer löste seine Aufgabe durch ein 6:4, 7:6(3) gegen einen stark spielenden Isner, jubelte danach vor seinen Landsleuten auf den Rängen wie nach einem Grand-Slam-Titelgewinn. „Was für eine Atmosphäre, was für ein Match. An alle Fans, vielen Dank. Respekt an die Gegner, es ist so hart für uns“, sagte der 38-jährige Eidgenosse nach seinem Erfolg, ehe er wie seine Teamkollegen zum Abschluss mit Alexander Zverev bangte. Der Deutsche musste gegen Milos Raonic (ran.

Die Stimmung schaukelte sich immer mehr auf, fand nach dem Satzausgleich von Raonic ihren Höhepunkt. Zverev – er hatte schon 2018 für den entscheidenden Sieg gesorgt – hatte schließlich die Nerven besser im Griff, gewann diese auf zehn Gewinnpunkte gespielte Entscheidung klar und das Match 6:4, 3:6,1 0:5. Der Jubel auf den Rängen und bei den Kollegen kannte keine Grenzen, der australische Bewerb-Namensgeber Rod Laver übergab die Siegestrophäe.

Bei der Siegerehrung wurde mit Boston auch der Austragungsort des vierten Laver-Cups bekannt­gegeben, er wird vom 25. bis 27. September 2020 im 19.600 Zuschauer fassenden TD Garden, der Heimat der Boston Celtics (NBA) und Boston Bruins (NHL), stattfinden.