Mit Kopfschmerzen nach Wels

Sport / 24.09.2019 • 21:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nur kein Ausrutscher: Gegen WSG Hertha Wels haben die Altacher um die zentralen Mittelfeldspieler Oum-Gouet und Diakité einiges gutzumachen.gepa
Nur kein Ausrutscher: Gegen WSG Hertha Wels haben die Altacher um die zentralen Mittelfeldspieler Oum-Gouet und Diakité einiges gutzumachen.gepa

Altach-Trainer Alex Pastoor hofft auf eine Reaktion seiner Elf im Cup.

altach Die Heimreise nach Vorarlberg konnten sich die Altacher nach dem 0:2 bei der Austria sparen. Ging es doch nach Wels, wo man gegen WSC Hertha (19 Uhr) in die nächste Cuprunde einziehen will. Auch wenn hier „nur“ der Achte der Regionalliga Mitte auf den Bundesligisten wartet, muss man sich ganz anders präsentieren als in Favoriten, um keine böse Überraschung zu erleben. Und man ist gewarnt. Immerhin eliminierten die Oberösterreicher in der ersten Pokalrunde mit Hohenems bereits einen Verein aus dem Ländle. Und mit Mario Reiter, Harun Sulimani, Manuel Hartl oder David Poljanec finden sich namhafte Spieler im Kader des Gegners.

Ein anderes Gesicht zeigen

Für Altach-Trainer Alex Pastoor war das Austria-Spiel jedenfalls ein Offenbarungseid. Er hofft auf eine Reaktion. „Im Cup haben wir Gott sei Dank gleich die nächste Chance, da können wir uns wieder beweisen.“ Nach dem Austria-Spiel beschäftigte ihn die Frage, wie man so auftreten konnte. Für Pastoor war es die schwächste offensive Leistung seit er Altach-Trainer ist. „Schwächer geht nicht. Hoffe ich halt.“ Fehlt es seiner Mannschaft an Kontinuität, weil sich viele blutjunge Spieler im Aufgebot befinden? „Nein. Ein Sportler muss jeden Tag die beste Leistung bringen. Das Spiel gegen die Austria war einfach schlecht. Dabei hatten wir die ganze letzte Woche gut trainiert. Deshalb stellt sich für mich die Frage, warum das passiert.“ Vor allem bei der Mentalität muss sich schleunigst einiges bessern: „Gute Spiele kann man von Spielern nicht verlangen. Gutes Verhalten schon. Gegen die Austria hat alles gefehlt“, stellt er klar. Bereits wieder beim Team befindet sich Diakité, er steht nach seiner durch den Zusammenstoß mit Ebner erlittenen Kopfverletzung im Cup bereits wieder im Kader. Trotz Gehirnerschütterung spielte er durch. Im US-Sport ginge das nicht. Da gibt es ein Concussion Protocol, bei dem Spieler nach Kopfverletzungen erst einmal durchgecheckt werden müssen, bevor sie weiterspielen dürfen. Pastoor würde eine Einführung eines solchen auch im Fußball begrüßen: „Ja. Weil so weiterzuspielen ist natürlich sehr gefährlich.“ Bleibt zu hoffen, dass Alt­ach im Cup ein anderes Gesicht als am Sonntag in der Liga zeigt. Denn stolpert man gegen den Underdog, wären weitere Kopfschmerzen vorprogrammiert.

„Gute Spiele kann man von Spielern nicht verlangen. Gutes Verhalten aber schon.“