Stadion Lustenau: Land wartet auf Unterlagen der Gemeinde

Sport / 27.09.2019 • 09:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So soll das gemeindeeigene Austria-Stadion einmal aussehen. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. VISUALISIERUNG: BADER

Kommende Woche legen die Fachabteilungen von Land und Gemeinde die Projektentwicklung fest.

Lustenau, Bregenz In Sachen Lustenauer Stadionneubau/-zubau geht die Weiterentwicklung sehr zäh vor sich. „Wir haben seit einem Jahr keine Unterlagen aus Lustenau zum Stadion bekommen“, sagt Karl Fenkart (52), Leiter der Vermögensabteilung des Landes Vorarlberg. Das Land stehe zu seiner Finanzierungszusage, aber man brauche die notwendigen Unterlagen. „Wir müssen ja schließlich wissen, was wir fördern sollen.“ Überrascht zeigt sich Fenkart darüber, dass sich die Pläne in ihrer Grundkonzeption offensichtlich geändert hätten. „Wir haben gehört, dass das Projekt jetzt kleiner werden soll als ursprünglich vorgesehen. Aber wie gesagt: Unterlagen sind bei uns keine eingegangen. Am Zug ist jetzt einzig und allein die Gemeinde“, macht Fenkart deutlich.

Wir haben seit einem Jahr keine Unterlagen mehr von der Gemeinde erhalten.“

Karl Fenkart, Vermögensabteilung Land

In der kommenden Woche werden von Land und Gemeinde die Fachabteilungen Finanzen, Hochbau und Sport gesondert zusammentreten und die Weiterentwicklung des Projekts beraten. Danach will man gemeinsam den Projektplan festlegen.

Architekten warten

Die Dinge am Laufen sieht Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP, 55), obwohl er noch keine wirklichen Vollzugsmeldungen abgeben kann. Die von zwei Anrainern gewährte Bauabstandsnachsicht sei zwar noch nicht unterschrieben, „aber wir sind uns diesbezüglich mit den Anrainern weitestgehend einig“, sagt Fischer. Notwendig ist die Vereinbarung, weil laut Gemeindevertretungsbeschluss vom Juni erst dann der Generalplanungsauftrag an das Architektenbüro Bader vergeben werden kann, wenn die offenen Punkte mit den Anrainern geklärt sind.

Fischer geht davon aus, dass die Auftragsvergabe noch im Herbst erfolgt. „Die Architekten warten jetzt schon lange genug, und wir wollen sie nicht mehr länger warten lassen.“

Austria optimistisch

Optimistisch zeigt man sich bezüglich des Stadionprojekts bei der Austria, die der Hauptprofiteur des Gemeindestadions wäre. „Wir gehen davon aus, dass die Generalplanung jetzt bald vergeben wird und das Projekt konkrete Formen annimmt“, äußert sich Vorstandssprecher Bernd Bösch (58) zum Stand der Dinge.

Das Reichshofstadion soll um insgesamt 17,6 Millionen um- und ausgebaut werden. Die Finanzierung sieht eine 50-prozentige Beteiligung des Landes vor. Den Rest soll die Gemeinde beisteuern, wobei auch der Verein selbst seinen Beitrag leisten soll. Das neue Stadion soll zwischen 5000 und 7500 Zuschauern Platz bieten.