Verstappen überrascht

Sport / 27.09.2019 • 21:21 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Überlegen in der zweiten Trainingssession: Max Verstappen im Red Bull. reuters
Überlegen in der zweiten Trainingssession: Max Verstappen im Red Bull. reuters

Bestzeit für den Red-Bull-Piloten am ersten Trainingstag in Sotschi vor Leclerc im Ferrari.

Sotschi Max Verstappen hat etwas überraschend die klar beste Trainingszeit der Formel 1 am Freitag in Sotschi erzielt. Der Niederländer ließ mit seinem Red Bull in 1:33,162 Minuten Shooting Star Charles Leclerc im Ferrari um 0,335 Sekunden hinter sich. Verstappen verliert in der Startaufstellung am Sonntag allerdings fünf Plätze.

Bereit für die Aufholjagd

Was für den Niederländer ein vergleichsweise geringer Nachteil ist. Im Vorjahr war der 21-Jährige von fast ganz hinten gestartet und trotzdem Fünfter geworden. Honda nimmt in Russland verbotenes Auswechseln von Teilen am Motor vor, um für das große Heimrennen am 13. Oktober in Suzuka in Topform sein zu können.

„Wir waren im Vorjahr hier von hinten dann im Rennen schon sehr schnell. Diesmal sind es nur fünf Plätze“, hofft Red Bulls Motorsportdirektor Helmut Marko am Sotschi-Sonntag trotz allem auf einen Spitzenplatz. Die Rückversetzungen machen für Marko Sinn. „Wir arbeiten schon alles auf Suzuka hin. Das ist unser drittes Heimrennen und derzeit das wichtigste“, sagte Marko dem ORF-Fernsehen.

Pech hatte Verstappens Teamkollege Alex Albon. Der Thai spaltet beim Überfahren der Kerbs den Unterboden seines RB15 und fabrizierte dazu ein Ölleck. Mehr als Platz zehn war nicht drin. „Aber grundsätzlich funktionieren unsere Autos wieder, der Grundspeed stimmt. Das Tief von Singapur ist vorbei“, gab sich Marko zuversichtlich.

Heute im Qualifying wird in Sotschi mit strömendem Regen gerechnet. Sebastian Vettel droht nur eine Woche nach seinem Triumph in Singapur im Ferrari-Stallduell mit Leclerc freilich wieder ein Rückschlag. Am Freitag wurde der viermalige Formel-1-Weltmeister nur Fünfter und landete rund sieben Zehntelsekunden hinter Leclerc.

Mercedes rechnet in Sotschi mit Ferrari. „Wir sind in den letzten sechs Rennen nicht die Favoriten, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht gewinnen können“, sagte Weltmeister Hamilton. Laut dem Briten sollte Vettel und Leclerc auch der Kurs in Russland mit zwei langen Geraden und hohem Vollgasanteil liegen. „Wir wissen, wie schnell Ferrari auf den Geraden sein kann. In den letzten drei Rennen haben wir hinter ihnen festgesteckt“, sagte Hamilton.

Neue Durststrecke droht

Seit dem Beginn der Hybrid-Ära 2014 hat Mercedes keine Durststrecke von vier Rennen ohne Sieg erlebt – das droht nun. Für Ferrari würde ein weiterer Erfolg die längste Serie seit 2008 bedeuten, als Felipe Massa und Kimi Räikkönen für vier Erfolge am Stück sorgten.

Formel 1

Grand Prix von Russland in Sotschi

1. freies Training 1. Leclerc (MON) 1:34,462 Min., 2. Verstappen (NED) +0,082 Sek., 3. Vettel (GER) 0,543, 4. Bottas (FIN) 0,736, 5. Hamilton (GBR) 0,949, 6. Albon (THA) 1,022, 7. Hülkenberg (GER) 1,278, 8. Ricciardo (AUS) 1,825, 9. Perez (MEX) 1,859, 10. Grosjean (FRA) 2,054

2. freies Training 1. Verstappen (NED) 1:33,162 Min., 2. Leclerc (MON) +0,335 Sek., 3. Bottas (FIN) 0,646, 4. Hamilton (GBR) 0,798, 5. Vettel (GER) 1,039, 6. Gasly (FRA) 1,809, 7. Perez (MEX) 1,836, 8. Hülkenberg (GER) 1,864, 9. Stroll (CAN) 2,013, 10. Albon (THA) 2,054

Heute

3. freies Training 11.00 Uhr

Qualifikation 14.00 Uhr

Sonntag

Formel-1-GP Russland 13.10 Uhr

Fernsehen: ORF 1, SRF, RTL, Sky live