Niederlage gegen den Aufsteiger

Sport / 28.09.2019 • 21:45 Uhr / 5 Minuten Lesezeit

Bregenz Handball verliert zuhause gegen Bärnbach/Köflach mit 24:29 (12:15).

Bregenz Nach dem Sieg gegen Wien am Mittwoch gingen die Bregenzer, die auf den verletzten Clemens Gangl verzichten mussten, vor rund 1.300 Zuschauern als Favorit in die Partie gegen den Aufsteiger. Bereits in der 3. Minute erhielten die Bärnbacher ihren ersten 7-Meter und gingen mit 1:0 in Führung, gleich im Anschluss hiess es 2:0, doch Vlatko Mitkov setzte einen Strafstoss satt ins linke Eck und verkürzte auf 2:1. Allerdings liessen die Steirer von Anfang nicht locker und es blieb beim 2-Tore-Vorsprung, bis Mitkov zum 4:4 ausgleichen konnte. Der dieses Mal von Beginn an spielende Florian Mohr warf anschliessend den Treffer zur erstmaligen Führung zum 5:4 und zum 6:5, bevor er mit einer 2-Minuten-Strafe auf die Bank geschickt wurde. Die Bärnbacher konnte die Überzahl allerdings nicht ausnutzen, im Gegenteil, die Bregenzer gingen dank eines 7-Meters von Mitkov mit 7:6 in Führung. Alexander Wassel warf vom linken Flügel das 8:7 und gleich anschliessend von der Mitte zum 9:8. Eine abermalige 7-Minuten-Strafe gegen die Bregenzer konnten die Steirer dann allerdings zehn Minuten vor der Halbzeitpause zur Führung ausnutzen, die Marian Klopcic nach einer sehenswerten Aktion wieder ausglich. Die nächste 2-Minuten-Strafe gegen die Hausherren brachte die Bärnbacher wieder mit zwei Toren in Führung, in der Folge gingen die Gäste gar mit drei Toren in Führung, bevor Lampert den Anschlusstreffer warf. Die nächste 2-Minuten-Strafe gegen Bregenz samt 7-Meter brachte das 11:14, ein Lattenpendler von Lukas Frühstück vereitelte den Anschluss, aber Ralf Patrick Häusle parierte den Gegenstoss und verhinderte einen noch deutlicheren Rückstand und so ging es einer 12:15 Führung für den HSG Bärnbach/ Köflach in die Pause.

„Es ist für mich sehr schwierig, die passenden Worte zu finden. Wir haben gewusst, dass es ein sehr schweres Spiel werden wird, leider haben wir den Kampfgeist nicht auf das Spielfeld gebracht, den wir in der Abwehr gebraucht hätten“

Lukas Frühstück, Spieler Bregenz Handball

In der 2. Hälfte waren die Hausherren gefordert, das Match zu drehen. Der Beginn sah vielversprechend aus, bereits nach 30 Sekunden verkürzte Wassel auf 13:15. Der Tormann der Bärnbacher bekam Sekunden später einen gewaltigen Wurf Frühstücks ins Gesicht, konnte aber weiterspielen. Der Bärnbacher Goalie zeigte eine starke Leistung, die die Gäste in der 5. Minute wieder den 3-Tore-Vorsprung herstellen liess. Häusle verhinderte mit einer starken Abwehr das 13:17 und Vlatko Mitkov warf im Gegenstoss das 14:16 und Lukas Frühstück das 15:17, bevor die Gäste dann doch auf 4 Tore davonziehen konnten. Mitkov hielt die Bregenzer mit einem 7-Meter-Treffer im Spiel, allerdings konnten die Steirer den 4-Tore-Vorsprung rasch wiederherstellen, zudem musste neuerlich ein Bregenzer mit einer 2-Minuten-Strafe das Spielfeld verlassen. Mitkov brachte die Hausherren wieder auf drei Tore heran und Häusle konnte in der 16. Minute innerhalb 30 Sekunden drei Würfe mit unglaublichen Reaktionen abwehren, was die Fans vor Begeisterung von den Sitzen riss. In der 17. Minute sah Florian Mohr die rote Karte und musste den Rest des Spiels von der Tribüne aus ansehen.Und die Steirer gingen mit einem Doppelschlag mit 21:26 in Führung.

„Es war heute eine katastrophale Abwehrleistung. die Einstellung der Mannschaft war einfach nicht zufriedenstellend“

Markus Burger, Trainer Bregenz Handball

Nachdem es in der 25. Minute zu einem erneuten 2-Minuten-Strafe gegen die Hausherren kam, wurde die Aufgabe für die Hausherren immer schwerer, das Spiel noch zu drehen und so mussten die Bregenzer das Spiel am Ende mit 24:29 verloren geben.

Kapitän Lukas Frühstück: „Es ist für mich sehr schwierig, die passenden Worte zu finden. Wir haben gewusst, dass es ein sehr schweres Spiel werden wird, leider haben wir den Kampfgeist nicht auf das Spielfeld gebracht, den wir in der Abwehr gebraucht hätten. Gegen den Aufsteiger daheim zu verlieren, tut sehr weh. Dennoch muss man auch in dieser Situation nach vorne schauen. Am Donnerstag geht es nach Wien und dann nach Helsinki, wo wir unsere Kräfte wieder brauchen.“

Markus Burger: „Es war heute eine katastrophale Abwehrleistung, nur ein abgewehrter Ball in der 1. Halbzeit. Ralf Patrick Häusle war dann in der 2. Halbzeit präsent, aber die Einstellung der Mannschaft war einfach nicht zufriedenstellend. Ich habe den Jungs vor dem Match gesagt, dass man keinen Gegner unterschätzen darf, leider ist dies trotzdem passiert. Die Spieler müssen endlich selber merken, dass sie mit vollem Einsatz kämpfen müssen. Wo manche viel tun, tun andere einfach zu wenig.“

GEPA-28091955057
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