34 Punkte fehlen auf Bronze

Sport / 02.10.2019 • 22:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
WM-Bronze holte sich Lukas Weißhaidinger noch ab, dann ging es nach Hause. Der Diskusriese nimmt eine Auszeit, ehe die Vorbereitung auf die Sommerspiele beginnt. reuters
WM-Bronze holte sich Lukas Weißhaidinger noch ab, dann ging es nach Hause. Der Diskusriese nimmt eine Auszeit, ehe die Vorbereitung auf die Sommerspiele beginnt. reuters

Verena Preiner liegt im Siebenkampf nach Tag eins auf Platz sechs, Johnson-Thompson führt.

Doha Nach einem starken ersten Siebenkampftag bei der Leichtathletik-WM in Doha bleibt Verena Preiner im Rennen um die Medaillen. Hinter den davongezogenen Topfavoritinnen Katarina Johnson-Thompson (4138) und Nafissatou Thiam (4042) fehlen der Sechsten Preiner mit 3821 nach vier Disziplinen nur 34 Zähler auf Bronze.

Aus österreichischer Sicht hätte der Siebenkampf nicht widersprüchlicher beginnen können: Preiner lief persönliche Bestleistung über 100 m Hürden, Ivona Dadic schied mit Verdacht auf Muskelfaserriss aus. Ein großes Lächeln im Gesicht der 24-jährigen Preiner, bittere Tränen, die der ein Jahr älteren Dadic über die Wangen liefen.

Bei ihrem österreichischen Rekord heuer in Ratingen (6591 Punkte) hatte Preiner in sechs Disziplinen Bestleistungen aufgestellt. In Doha legte sie noch stärker los, verbesserte gleich zu Beginn die Zeit über 100 m Hürden von 13,42 auf 13,25. Im Hochsprung ließ sie mit 1,77 m gegenüber dem Meeting in Deutschland drei Zentimeter liegen, im Kugelstoßen mit 14,21 m waren es 13, die sie verlor. Über 200 m egalisierte sie in 23,96 Sekunden ihre persönliche Bestleistung. Zum ÖLV-Rekord fehlen damit nur 21 Zähler, die hatte sie in Ratingen vor dem Schlafengehen mehr auf dem Konto.

Trainer ist sehr zufrieden

„Der erste Tag ist sehr gut verlaufen, speziell die Hürden, da freue ich mich riesig“, sagte Preiner. Mit der Hochsprungleistung habe sie gerechnet, im Kugelstoßen habe sie ihre Trainingsleistungen nicht ganz umsetzen können. „Aber ich darf nicht unzufrieden sein. Über die 200 m habe ich noch einmal alles gegeben, da habe ich hinten raus meine Stärke ausspielen können.“ Es könne am zweiten Tag noch alles passieren, sie werde wieder versuchen, an ihre Bestleistungen heranzukommen.

Trainer Wolfgang Adler war voll des Lobes. „Wenn man zwei Bestleistungen am ersten Tag einer WM macht, muss man sehr zufrieden sein. Wir sind immer noch in Schlagdistanz, das ist unglaublich, das ist eigentlich sensationell.“ Der Kugelstoß sei nicht ganz aufgegangen, da habe man ein bisschen geschwächelt, das tue ein wenig weh. Umso besser gefiel ihm der Hürdensprint: „Die waren außergewöhnlich.“ In Richtung Ivona Dadic meinte er. „Alles Gute für Ivi, das ist sehr schade. Da geht auch der Verena was ab. Mit der Ivi wäre es schon lässiger.“

Heute stehen noch der Weitsprung (17.15 Uhr/MESZ), Speerwurf (19.10) und der 800-m-Lauf auf dem Programm (23.05). Das ist die Paradedisziplin von Preiner. „Ich denke, dass der Weitsprung gut geht. Wir werden etwas riskieren. Der Speer sollte auch fliegen. Und über 800 m gehen wir dann all in. Dann schauen wir uns an, was rauskommt“, sagte Adler.