Großer Umbruch in Brederis

Sport / 03.10.2019 • 19:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seit nunmehr 2008 spielt Hasan Keskin (links) für den SK Brederis. Der 34-jährige Türke ist ein wichtiger Bestandteil während des Umbruchs.luggi Knobel
Seit nunmehr 2008 spielt Hasan Keskin (links) für den SK Brederis. Der 34-jährige Türke ist ein wichtiger Bestandteil während des Umbruchs.luggi Knobel

Die eigene Jugend hat Vorrang beim
SK Brederis.

Brederis „Wir haben uns bewusst für die sehr herausfordernde Arbeit mit eigenen Nachwuchsspielern entschlossen und werden nun diesen eingeschlagenen Weg weiterführen. Es war auch in Absprache mit dem Hauptsponsor so gewollt, sich diesem hochgesteckten Ziel zu widmen“, erklärt SK Brederis- Obmann Arno Huber, der schon 42 Jahre ehrenamtlich als Funktionär im Club tätig ist.

In Brederis hat die große Umbruchphase mit dem Einbau von jungen talentierten Kickern deshalb längst Einzug gehalten. Sportlich hinkt man noch etwas hinterher. Saisonübergreifend seit 14 Meisterschaftsspielen in Folge sind die Bresner ohne Sieg. In der Landesliga liegt der Traditionsverein mit zwei Remis und sieben Niederlagen nach neun Spieltagen an der letzten Stelle. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr zeigen sich noch große Mängel.

Abstieg droht

Nach vier Jahren in der Fünftklassigkeit droht den Bresnern der Abstieg in die 1. Landesklasse. Schon im Vorjahr wäre der Klub als Vorletzter abgestiegen, doch die Ligareform hat den Club vor dem Gang in die untere Liga gerettet. Die fehlende Routine macht sich oft in den entscheidenden Phasen und Situationen der Pflichtspiele bemerkbar. Sechs Leistungsträger wollten dazu den großen Umbruch nicht mitgehen und haben den Klub verlassen.

Ein weiterer Grund für die sportliche Talfahrt sind die großen Verletzungssorgen: Dogan Uyar, Rene Maissen, Lucas und David Widemschek, Janik Bechter und Dominik Schroller stehen mehrere Wochen nicht zur Verfügung. Dazu beträgt das Durchschnittsalter der Truppe 18,7 Jahre und daher bezahlt die Truppe von Coach Adrian Welte oftmals Lehrgeld. „Es ist aber in der schwierigen Zeit oft einfacher bei Sponsorensuche, wenn fast die gesamte Kampfmannschaft aus heimischen Kickern besteht“, weiß Arno Huber, dessen Vater Elmar den Club einst gründete. Finanziell steht man auf gesunden Beinen.

„Wir haben uns bewusst für die herausfordernde Arbeit mit Nachwuchsspielern entschlossen.“