Mögliche Fristverlängerung für Katharina Liensberger

Sport / 04.10.2019 • 06:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Katharina Liensberger ist seit einem Monat ohne Skitraining. GEPA

Liensberger soll Klärung der Ausrüsterfrage ermöglicht werden.

Schwarzach Es sollte demnächst etwas weitergehen im Fall von Katharina Liensberger. „Bis spätestens Montag“, glaubt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer. Seine Interessensvertretung ist, ebenso wie das Sportministerium und der ÖSV, im Vorstand des Österreichischen Skipools vertreten. Die WKO befürwortet eine Fristverlängerung, um der Skirennläuferin aus Göfis die Klärung der Ausrüsterfrage möglich zu machen. Harald Mahrer, Martha Schultz und Marianne Kornfeind haben für die Wirtschaftskammer einen entsprechenden Rundlaufbeschluss unterzeichnet, so Kopf. „Wir unterstützen Kästle und die Läuferin, um den seinerzeit unvollständigen Vertrag sanieren zu können.“ Kopf sagt aber auch: „So eine Fristverlängerung ist eigentlich ungewöhnlich. Im Fußball wäre das nicht möglich. Liensberger und Kästle wurde diese zugestanden. Also befürworten wir konsequenterweise auch eine weitere Fristverlängerung.“

Eine von drei Stimmen

Patrick Ortlieb, stellvertretender Vorstandsvorsitzender im Skipool, sieht es mit einem Rundbrief nicht getan. „Das ist jetzt eine von drei Stimmen im Vorstand. So eine Abstimmung hat es meines Wissens noch nie gegeben. Das wird wohl in einer Sitzung entschieden. Irgendwann magst du den Schriftverkehr, die Mails und SMS nicht mehr lesen, wer immer das auch schreibt.“

Liensberger wartet nach wie vor auf das grüne Licht des Skipools, um mit Skihersteller Kästle den Dalbello-Schuh testen zu können. Seit Kurzem soll ein Gentleman-Agreement zwischen den Schuhherstellern untersagen, Rennläufer mit umgearbeiteten Fremdprodukten auszurüsten.

In der nächsten Woche möchte die 22-Jährige endlich wieder auf Schnee trainieren, zuletzt war das vor mehr als einem Monat in Neuseeland der Fall. Der Antrag, mit Kästle-Ski, Dalbello-Schuhen und Marker-Bindung die Weltcupsaison zu bestreiten, liegt dem Skipool vor. Schlusswort von Ortlieb: „Die Geschichte zipft alle schon an. Am besten wäre, sie würde schnell Ski fahren und aus.“