Die Serie geht weiter: 3:2-Sieg gegen Liefering

Sport / 06.10.2019 • 19:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Mählich-Elf gewinnt viertes Spiel in Folge.

Lustenau Roman Mählich ist erst seit drei Wochen in Lustenau und schwebt schon in Sphären der Legende Edi Stöhr. Denn die vier ersten Spiele nach Amstantritt zu gewinnen gelang nur Stöhr bei seinem dritten Engagement 2009 bei der Lustenauer Austria. In einer hochklassigen Partie zwischen zwei Teams, die ihr Heil in der Offensive suchten, wurde den 1650 Zuschauern im Planet Pure Stadion von der ersten Sekunde an großartiger Fußball geboten. Nach nur 39 Sekunden führte die Austria mit 1:0. Ronivaldo verwertete einen Traumpass von Thomas Mayer. Doch die Antwort der Salzburger ließ ganze 88 Sekunden auf sich warten. Nach einem Stellungsfehler von Austria-Verteidiger Dominik Stumberger setzte sich Liefering-Stürmer Csaba Bukta (3.) im Laufduell durch und hob den Ball wunderbar über Lustenau-Goalie Kevin Kunz ins Tor.

Freitag am Sonntag der Beste

Wer im Stadion an ein Durchatmen dachte, wurde enttäuscht. Beide Mannschaften drückten aufs Tempo und erarbeiteten sich Torchancen. Jungmin Kim (9.) und erneut Bukta (10.) vergaben auf Lieferinger Seite. Die Lustenauer, angeführt vom besten Spieler auf dem Platz, Christoph Freitag, kamen durch einen Stangenschuss von Ronivaldo (21.) zur Möglichkeit auf die Führung. Immerwieder brachte die Mählich-Elf den Gegner mit hohem Gegenpressing in Bedrängnis. Eine Spielanlage, die dem Mittelfeldstrategen Freitag entgegen kommt. „Unser aggressives Spiel ist eine Stärke. So konnten wir Liefering Probleme bereiten und es war sicher ein Punkt, der uns zum Sieg geholfen hat,“ erklärt der 29-Jährige. Aus solch einer Pressingsituation entstand dann auch die Führung der Austria. Marcel Canadi wurde am rechten Flügel freigespielt, seine Flanke konnte nur kurz abgewehrt werden und Thomas Mayer (30.) war zur Stelle. Eine ereignisreiche Halbzeit neigte sich zum Ende, doch die zweite sollte an diesem Sonntag-Frühschoppen nicht minder unterhalstam werden. Eine herrliche Kombination über die linke Seite konnte Ronivaldo 19 Sekunden nach Wiederanpfiff nicht verwerten, dafür schlug Alexander Prass (48.) 120 Sekunden später per Weitschuss, der millimetergenau ins Kreuzeck passte, zu. Dann hatte die Elf von Austria-Trainer Mählich zum einen Glück, dass Schiedsrichter Jandl beim Foul von Dominik Stumberger an Adeyemi (54.) nicht Rot wegen Notbremse zog. Und zum anderen, dass der folgende Freistoß von Kim und der Nachschuss von Seiwald (55.) nur an die Latte ging.

Knackpunkt Rote Karte

Doch danach nahm wieder Freitag das Heft in die Hand. Gemeinsam mit Pius Grabher im Zentrum und dem Flügelduo Mayer/Morys trieb er das Spiel nach vorne. Und als Lieferings Peter Pokorny nach Foul an Christian schilling Gelb-rot sah, startete eine Powerplay der Grün-Weißen. Kurz vor Ende schlug Ronivaldo nochmal zu. Ausgangspunkt war der gewonnene Zweikampf von Freitag gegen Adeyemi rund 20 Meter vor dem eigenen Tor. Freitag setzte Mayer im Zentrum ein und dieser schickte Ronivaldo (78.) auf die Reise, der für den viel umjubelten Siegtreffer sorgte. Für Freitag war der Ausschluss von Pokorny der Knackpunkt der Partie, „danach haben wir richtig Druck gemacht. Der Sieg war am Ende auch verdient, weil wir ein starkes Spiel über 90 Minuten geliefert haben,“ so der beste Mann am Platz, der sich extrem wohl fühlt im Lustenauer Team: „Wir haben eine richtig starke Offensive, da kann immer was passieren. So macht es richtig Spaß im Zentrum zu hackeln.“ VN-mkr

„Wir haben eine richtig starke Offensive. Da kann immer etwas gefährliches passieren.“