Realismus ist eingekehrt

Sport / 06.10.2019 • 23:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Salzburgs Sekou Koita (links) ist mit seinen noch 19 Jahren schon richtig weit, während Altachs Lars Nussbaumer (18) am Beginn seiner Entwicklung steht.gepa
Salzburgs Sekou Koita (links) ist mit seinen noch 19 Jahren schon richtig weit, während Altachs Lars Nussbaumer (18) am Beginn seiner Entwicklung steht.gepa

Selten zuvor wurden der Mannschaft von Cashpoint SCR Altach die Grenzen so aufgezeigt.

Salzburg Das Ergebnis ist an sich schon mehr als nur aussagekräftig, die Statistik untermauert noch die Überlegenheit der Bullen, noch krasser aber war die augenscheinliche Leistungsfähigkeit der Salzburger. Auch in Anbetracht dessen, dass der Cashpoint SCR Altach beim heimischen Champions-League-Teilnehmer stark ersatzgeschwächt antreten musste, der Hochgeschwindigkeitsfußball der angeblichen B-Elf aus Salzburg war beängstigend. Und hat dafür gesorgt, dass Realismus eingekehrt ist. Das hilft SCRA-Headcoach Alex Pastoor auch, die Dinge richtig einzuschätzen. Da er die wohl jüngste Altacher BL-Mannschaft der jüngsten Vergangenheit aufgeboten hatte, fehlte es an Erfahrung, aber auch an Qualität. „Da müssen wir ehrlich sein, die Qualität hat nicht gereicht. Wenn du zu wenig Tore schießt und andererseits zu viele kassierst, hat das immer mit Qualität zu tun.“ Dennoch hätten es die Jungs „brav gemacht“. Das jedoch entbindet sie nicht einer gewissen Kritik des Holländers. Sowohl Zweikampfverhalten als auch organisatorisch hat ihm einiges missfallen. „Einige können mehr“, sagt er ganz klar.

„Die Wichtigkeit nimmt zu“

Deshalb kommt für ihn und die Mannschaft die Länderspielpause zur rechten Zeit. Dann könnten Spieler wie Anderson, der sich im Abschlusstraining am Sprunggelenk verletzt hatte, wieder fit werden. Denn am 19. Oktober wartet mit der Admira das wohl wichtigste Spiel der Hinrunde auf die Altacher. „Die Wichtigkeit nimmt zu“, sagt Pastoor und spricht davon, dass man sich den Druck selbst machen müsse. Er selbst jedenfalls verspüre „unglaublichen Drang und Lust, noch mehr zu leisten“, zumal die Herausforderung jetzt noch größer sei. Allerdings weiß auch er: „Sport und Fußball orientiert sich nicht nach dem, was sein könnte oder sollte, sondern nach dem Heute.“ Allerdings sollte man auch die Erwartungshaltung abschwächen, wenngleich die Mannschaft diese im Frühjahr und im Sommer mit ihren Leistungen selbst nach oben geschraubt hatte. „Ja, wir haben einiges ganz gut gemacht, aber haben zu wenig Punkte“, bringt es Pastoor auf den Punkt. Außerdem müsse berücksichtigt werden, dass Altach zwar über viele Potenzialspieler verfügte, diese in ihrer Leistung nicht stabil sind. Und so war Salzburg für sein Team eine „harte Lernstunde“.

„Zu wenige Tore schießen und zu viele erhalten, hat auch mit Qualität zu tun.“

Die Zahlen zum Spiel

FC RB Salzburg Cashpoint SCR Altach

34 Schüsse gesamt 1

14 Schüsse auf das Tor 1

71,7 % Ballbesitz 28,3 %

12 Eckbälle 0

24 Flanken 4

59,4 % Zweikampfquote 40,6 %

 2 Abseits 2

14 Erfolgreiche Dribblings 5

11 Fouls 13