Sieg und neuer Landesrekord

Sport / 06.10.2019 • 22:18 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der Bregenzerwälderin Sandra Urach gehörten nach dem Rennen die Schlagzeilen. Doch die 43-Jährige feierte ihren dritten Marathonsieg, trotz Landesrekord, nicht überschwenglich.
Der Bregenzerwälderin Sandra Urach gehörten nach dem Rennen die Schlagzeilen. Doch die 43-Jährige feierte ihren dritten Marathonsieg, trotz Landesrekord, nicht überschwenglich.

Sandra Urach schaffte beim 13. Sparkasse-3-Länder-Marathon beides mit Bravour.

bregenz Was Sandra Urach anpackt, gelingt in den meisten Fällen. Zumindest für den Laufsport gilt das. Beim 13. Sparkasse-3-Länder-Marathon wollte die Andelsbucherin nicht nur den Titel aus dem Vorjahr über 42,195 Kilometer verteidigen, sondern gleich auch noch einen neuen Landesrekord aufstellen. Beides ist ihr mit Bravour gelungen. Letzteren brachte sie mit 2:42:33 Stunden locker über die Ziellinie. Weniger gut erging es Triathletin Yvonne van Vlerken, die sich an ihren erst zweiten Einzelmarathon wagte. Schon kurz nach dem Start in Lindau setzten sich die beiden Frauen vom Feld ab, doch die gebürtige, aber schon lange in Vorarlberg wohnhafte Niederländerin musste dem von Sandra Urach vorgelegten Tempo sehr schnell Tribut zollen. Bereits bei Kilometer 16 begannen für van Vlerken die Probleme, bei Kilometer 20 stieg sie dann endgültig aus dem Bewerb aus.

Unbehelligt unterwegs

Sandra Urach von „Im Wald läuft‘s“ zog unterdessen seelenruhig ihr Ding durch und erreichte von anderen Konkurrentinnen unbehelligt mit neuem Landesrekord das Ziel im Bregenzer Stadion, das sich bis zu diesem Zeitpunkt bestens gefüllt hatte. Das Publikum jubelte und feuerte die gut 6700 Läuferinnen und Läufer auf den letzten Metern frenetisch an. Das ließ so manchen über sich hinauswachsen und verhalf dem einen oder anderen noch zu einem Endspurt.

Sandra Urach spulte in gewohnt leichtfüßiger Weise Kilometer um Kilometer ab. Begleitet wurde sie von Wolfgang Michl, der als Pacemaker bis zum großen Augenblick an ihrer Seite blieb. Urach wusste seinen Einsatz entsprechend zu würdigen. „Wolfgang war mir auf der gesamten Strecke eine große Hilfe“, erzählt sie von vielen gemeinsamen Trainings, die schließlich zum gewünschten Erfolg führten. Empfangen wurde die flotte Wälderin wie immer von ihrer Familie. Der galt auch die erste Umarmung nach dem Zieleinlauf. Danach erzählte Sandra Urach: „Ich war stets ganz auf mich fokussiert. Jetzt freue ich mich über den Landesrekord und eine Pause.“ Man müsse nach einem Bewerb nicht immer gleich an das nächste Ziel denken.

Neue Rekordmarke

Im Ziel wusste er zuerst nicht, ob er sich freuen sollte. Dabei bedeuteten die 2:34:26 Stunden neue persönliche Bestmarke für Daniel Schneider. „Ich wollte meine 2:39 aus dem Vorjahr verbessern“, erzählte der Bankbeamte aus Egg danach. Doch nach der Halbdistanz (1:14 Stunden) habe er doch körperlich eingebüßt. „Ich habe zu viel riskiert“, stellte er danach nüchtern fest. Und dann konnte er sich doch noch freuen. Denn bei für ihn idealen Temperaturen war der Triathlet, so wie im Vorjahr, schnellster Vorarlberger.

„Man muss nach einem Bewerb nicht immer gleich an das nächste Ziel denken.“

Der Chef aus Bregenz, Martin Jäger, beglückwünscht den Sparkasse-Bankbeamten aus Egg, Daniel Schneider, nach dessen Zieleinlauf.
Der Chef aus Bregenz, Martin Jäger, beglückwünscht den Sparkasse-Bankbeamten aus Egg, Daniel Schneider, nach dessen Zieleinlauf.

13. Sparkasse-3-Länder-Marathon 2019

Die Overall-Ergebnisse der Vorarlberger Marathonläufer sowie die Klassenergebnisse in Zahlen

 1. (1. MH) Daniel Schneider (Egg) 2:34:26

 2. (2. MH) Patrick Spettel 2:34:54

 3. (1. M45) Günther Liebschick (Andelsbuch) 2:42:24

 4. (1. M35) Wolfgang Michl (Bezau) 2:42:29

 5. (1. W40) Sandra Urach (Andelsbuch) 2:42:33

 6. (1. M40) Johannes Pongruber (Hohenems) 2:48:13

 7. (1. M55) Arno Ritter (Klaus) 2:50:44

 8. (2. M40) Gabriel Netzer (Netzer) 3:13:00

 9. (3. M40) Thomas Heinzle (Lustenau) 3:14:48

10. (1. M50) Siegfried Erath 3:18:14

11. (2. M35) Michael Anselm (Bludenz) 3:19:52

12. (3. M35) Daniel Raum (Höchst) 3:21:37

13. (2. M55) Gottfried Mennel (Schnepfau) 3:23:34

14. (1. M60) Hugo Comper 3:24:29

15. (2. M50) Joachim Wilczek 3:24:29

16. (1. W45) Veronika Rabanser-Mathis (Alberschwende) 3:27:11

17. (2. M60) Robert Krüse 3:27:22

18. (2. M45) Guntram Meusburger (Lingenau) 3:28:08

19. (3. M55) Karl Spettel 3:28:59

20. (2. W40) Barbara Gönitzer (Alberschwende) 3:30:00

21. (4. M55) Richard Paluselli (Schwarzenberg) 3:35:12

22. (2. W45) Karin Metzler (Egg) 3:41:40

23. (4. M40) Bernd Heregger (Mellau) 3:41:43

24. (1. W50) Irene Buchmayr 3:44:13

25. (3. M45) Norbert Sutterlüty (Mellau) 3:51:30

26. (4. M45) Oliver Loacker 3:53:17

27. (3. W45) Marlene Mitteregger (Feldkirch) 3:54:09

28. (4. W54) Ruth Sutterlüty (Egg) 4:20:31

29. (5. M45) Peter Mennel (Lingenau) 4:27:01

20. (1. M60) Herbert Feistenauer (Höchst) 4:33:42

31. (3. M50) Hubert Natter (Egg) 4:38:31

32. (6. M45 ) Martin Vergeiner (Lauterach 4:54:09