Ein bisschen über allen anderen

Sport / 07.10.2019 • 19:38 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
René Rast stemmt zum zweiten Mal nach 2017 den Pokal für den DTM-Gesamtsieg in die Höhe.gepa
René Rast stemmt zum zweiten Mal nach 2017 den Pokal für den DTM-Gesamtsieg in die Höhe.gepa

Viel Lob für DTM-Champion René Rast nach dem zweiten Titel innerhalb von drei Jahren.

Hockenheim Mit rauchenden Reifen drehte René Rast in seinem Audi ein paar Donuts auf dem Hockenheimring, kurz darauf reckte er überglücklich den DTM-Meisterpokal in die Höhe. „Ich weiß noch nicht genau, wo ich die Pokale hinstelle. Aber ich finde schon ein Plätzchen“, sagte der neue Meister, der seine überragende DTM-Saison mit einem dritten Platz abgeschlossen hatte. „Es ist sehr emotional und einzigartig. Ich habe davon geträumt. Dass ich nun zum zweiten Mal Meister bin, ist unglaublich“, sagte der ihn Bregen sesshafte Rast: „Ich bin glücklich, es ist einfach ein sensationelles Gefühl.“

13 Mal am Podium

Im turbulenten letzten Rennen des Jahres musste Rast nur seinem Audi-Markenkollegen Nico Müller und Mike Rockenfeller aus Neuwied den Vortritt lassen. Die Konkurrenz aus BMW und Aston Martin war erneut chancenlos. Auch die vom ehemaligen Formel-1-Weltmeister Jenson Button (9. und 16.) angeführten Gäste aus der japanischen Super GT fuhren hinterher.

Rast hatte im Samstagsrennen seinen siebten Saisonsieg gefeiert und anschließend von einem „gigantischen“ Erfolg gesprochen. In diesem Jahr fuhr der 32-Jährige insgesamt 13 Mal aufs Podium – in nur 18 Rennen. Am Ende stand der bereits zweite Meistertitel in drei Jahren DTM.

Dafür bekam Rast, der einen beschwerlichen Weg aus den Niederungen verschiedener Markenpokale bis an die Spitze der DTM hinter sich hat, Lob von allen Seiten. „Wir sind alle total beeindruckt. Es ist unglaublich, was er für eine Performance abliefert. Er ist die ganze Zeit immer ein bisschen über allen anderen“, sagte Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, der bei Rast aus gutem Grund genau hinsieht: Schließlich fährt der neue Meister für das von Rosbergs Vater Keke gegründete Team.

Fuji ruft die DTM

Die in diesem Jahr chancenlose Konkurrenz um BMW-Fahrer Marco Wittmann plant schon den Angriff auf Audi im nächsten Jahr. „Audi war zu stark, wir können mit Platz drei in der Gesamtwertung zufrieden sein“, sagte Wittmann: „Das gibt den Ansporn, im Winter viel zu arbeiten und der Konkurrenz einzuheizen im nächsten Jahr.“

Doch bevor die Vorbereitung auf die Saison 2020 in die heiße Phase geht, steht für die DTM-Piloten noch das „Fuji Dream Race“ an. Ende November geht es nach Japan, dort kommt es zum nächsten Aufeinandertreffen mit den Piloten der Super GT.

„Ich habe davon geträumt. Dass ich nun zum zweiten Mal Meister bin, ist unglaublich.“

Motorsport

DTM-Kalender 2020

24. bis 26. April: Zolder (Bel)

15. bis 17. Mai: Lausitzring (Ger)

29. bis 31. Mai: Igora Drive (Rus)

12. bis 14. Juni: Anderstorp (Swe)

26. bis 28. Juni: Monza (Ita)

10. bis 12. Juli: Norisring (Ger)

22. bis 23. August: Brands Hatch (Gbr)

4. bis 6. September: Assen (Ned)

11. bis 13. September: Nürburgring (Ger)

2. bis 4. Oktober: Hockenheimring (Ger)