Aleksic war das Zünglein an der Waage

Sport / 09.10.2019 • 22:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bregenz-Goalgetter Josip Juric-Grgic stellte besonders vor der Pause seine Gefährlichkeit bei Schlagwürfen aus dem Rückraum unter Beweis. Hartinger
Bregenz-Goalgetter Josip Juric-Grgic stellte besonders vor der Pause seine Gefährlichkeit bei Schlagwürfen aus dem Rückraum unter Beweis. Hartinger

Bregenzer Handballer mit 25:23-Heimsieg gegen Graz.

Bregenz Nach nervenaufreibenden 60 Spielminuten liefen die Bregenzer Handballer zu Goran Aleksic und bedankten sich beim 36-jährige Goalie. Mit insgesamt 13 Paraden hatte der gebürtige Serbe, seit Dezember 2015 österreichischer Staatsbürger, maßgeblichen Anteil am harterkämpften, aber in Summe verdienten 25:23-Heimsieg über Graz. Die Festspielstädter durften in der vorgezogenen Partie des achten Spieltages über den zweiten doppelten Punktgewinn in der Spusu Liga jubeln und verzeichneten zudem eine gelungene Generalprobe für das Europacup-Rückspiel am Samstag (18 Uhr) an selber Stelle gegen Helsinki.

Aleksic als Torschütze

Beiden Teams war im Nachzüglerduell die nervliche Anspannung, bedingt durch die vorangegangene Negativserie, deutlich anzumerken. Die Startphase war geprägt von Einzelaktionen, in denen zunächst die Gäste aus der Murstadt in Front lagen. Nach dem 3:6-Rückstand (11.) war es Goalie Aleksic, der mit einem Empty-Net-goal den Umschwung einleitete. Anschließend waren es Josip Juric-Grgic und Paul Babarskas, die den Gastgeber erstmals mit 7:6 (15.) in Führung brachte. Doch die Grazer hielten dagegen und zogen auf 9:8 (21.) nach, ehe sich die Hausherren mit einem 5:1-Lauf auf 14:10 (28.) wieder Luft verschafften.

Nach der 15:13-Pausenführung aus Sicht der Heimmannschaft ging es nach dem Kabinengang in der selben Tonart weiter: Bregenz legte vor, doch die Steirer ließen sich nicht abschütteln. Trotz einer dreimaligen Führung mit drei Toren Differenz, letztmals in der 43. Minute (20:17) konnten sich Kapitän Lukas Frühstück und Mitspieler nicht absetzen. Als die Grazer im Finish in doppelter Überzahl mit 22:21 (56.) vorne lagen, stemmte sich die Equipe aus der Landeshauptstadt aber erfolgreich gegen die drohende Niederlage. Youngster Severin Lampert vom Flügel und Marian Klopcic nach einem erfolgreichen Steal ins leere Grazer Tor sorgten dafür, dass die Partie noch einmal zugunsten der Hausherren kippte. Für die Entscheidung sorgten dann Kapitän Frühstück mit einem verwandelten Siebenmeter, Goalie Aleksic mit einer Parade und Kreisläufer Marko Coric, der 31 Sekunden mit dem 25:22 den Sieg fixierte. Der letzte Gegentreffer von Daniel Dicker zum 25:23-Endstand hatte nur noch statistischen Charakter und Bregenz-Cheftrainer Markus Burger konnte durchatmen: „Beide Mannschaften hatten einen enormen Druck. Am Ende waren es unsere Fans, die uns immer wieder nach vorne getrieben haben. Die zwei Punkte sind auf jeden Fall etwas Balsam für die Seele, aber kein Grund, uns zurückzulehnen. Ich hoffe, die Jungs haben ihre Lehren aus der Partie gegen Bärnbach gezogen. Die Freude über den Sieg gegen Graz ist nur dann komplett, wenn wir gegen Helsinki den Drei-Tore-Rückstand egalisieren und in die nächste Runde aufsteigen.“ VN-JD

„Ein großer Dank gilt den Fans, die in der schwierigen Phase lautstark unterstützen.“

Bregenz-Goalgetter Josip Juric-Grgic stellte besonders vor der Pause seine Gefährlichkeit bei Schlagwürfen aus dem Rückraum unter Beweis. Hartinger
Bregenz-Goalgetter Josip Juric-Grgic stellte besonders vor der Pause seine Gefährlichkeit bei Schlagwürfen aus dem Rückraum unter Beweis. Hartinger