Neuer Mann soll Altach neuen Markt eröffnen

Sport / 09.10.2019 • 23:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Treppe hinaufsteigen will Christian Möckel, mit dem SCR Altach und in seiner Funktion.Steurer/2
Die Treppe hinaufsteigen will Christian Möckel, mit dem SCR Altach und in seiner Funktion.Steurer/2

Sportdirektor Christian Möckel nimmt Kurs auf offiziellen Arbeitsstart.

Altach Er ist da, auch wenn er seine ersten Aktivitäten noch fern der Öffentlichkeit schon getätigt hat. Er fädelte den Transfer von Sidney Sam zum Cashpoint SCR Altach ein. Einem 31-Jährigen, dem er dank seiner Erfahrung und Spielstärke zutraut, die noch junge SCRA-Mannschaft zu führen. Doch nicht nur deshalb verkündet SCRA-Vize Werner Gunz: „Möckel und Altach, das passt!“ Diesen Vorschusslorbeeren will der 46-jährige Deutsche nun im Rheindorf gerecht worden. Wo alles kleiner ist, Budget, Zuschauerzahlen, aber auch die Erwartungen. Dass spätestens im Winter dennoch ein Defensivmann geholt werden wird, ist aber ein offenes Geheimnis. Für Möckel, dessen Familie in Nürnberg lebt, stellt Altach eine „tolle Möglichkeit, eine Herausforderung“ dar, „das geschaffene Fundament zu perfektionieren“. Allerdings, das weiß er ganz genau, ist auf diesem Weg das Allerwichtigste der sportliche Erfolg. Den Spagat, Strukturen und die Organisation zu verändern, etwas weiterzuentwickeln, gilt es daneben zu bewältigen. Möckel möchte diese Aufgabe mit einer gewissen Demut, aber auch Überzeugung angehen. Weiß der Sportmanagement-Absolvent doch, dass der SCRA nach Stationen bei Hoffenheim, Nürnberg und Hannover im zweiten Glied die große Chance bietet, sich an vorderster Front zu beweisen.

Aus dem Scouting kommend und da mit viel Kompetenz ausgestattet, hat sich der ehemalige Bundesligaspieler in Altach zum Ziel gesetzt, ein Souting-Netzwerk aufzubauen. „Wie es ausschauen kann, werden wir sehen“, sagt er und ergänzt: „Das wird intensiv, aber ich weiß, dass ich mit meiner Art zu arbeiten, viele mitnehmen kann.“ Klar ist man sich im Verein, dass die Zusammenarbeit mit der heimischen Akademie verfeinert werden muss. Selbst eine Übernahme in weiterer Folge ist in Altach kein Tabuthema mehr.

Dass ein erstes persönliches Vieraugengespräch mit Coach Alex Pastoor noch aussteht, erinnert an die Vorstellung des holländischen Trainers. Erst nach dessen ersten öffentlichen Auftritten, war es zu einem ersten Treffen mit der Mannschaft gekommen. Diesbezüglich ist man sich in Altach treu geblieben. Das verspricht auch der neue Sportdirektor hinsichtlich eines von ihm früher getätigten Satzes: „Ich werde dem Trainer nicht sagen, wie er spielen soll.“

„Altach gibt mir die tolle Möglichkeit, das geschaffene Fundament zu perfektionieren.“