Annäherung ist da, aber noch keine Lösung für Liensberger

Sport / 10.10.2019 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hofft auf eine baldige Rückkehr ins Schneetraining: Katharina Liensberger. gepa

Die Rennläuferin soll möglichst schnell ins Skitraining zurück.

Schwarzach Eine Bestätigung gibt es nicht, aber eine erste Annäherung im Fall von Katharina Liensberger mit Skiverband und Skipool soll stattgefunden haben. „Es wird an Lösungsansätzen gearbeitet“, war von Skihersteller Kästle, der die Weltcupläuferin aus Göfis ausrüsten sollte, zu erfahren. Ein gemeinsames Treffen wurde aber nicht bestätigt. Es müssten alle Parteien ihren Beitrag leisten, heißt es kryptisch. Details, wie eine Lösung aussehen könnte, gibt es nicht, alle am Fall Beteiligten sollen Stillschweigen vereinbart haben.

Die Bemühungen sollen in erster Linie dahin zielen, Liensberger so schnell wie möglich ein Training auf Ski mit den ÖSV-Technikdamen zu ermöglichen. Vonseiten des Skiverbandes steht immer noch eine Sperre im Raum, weil die Nationalkaderläuferin ohne einen vom Skipool akzeptierten Schuhvertragspartner dasteht.

Liensberger dürfte wohl um einen Kompromiss nicht herumkommen: Damit man einem langen juristischen Streit aus dem Wege geht, könnte die 22-Jährige, wie von Skiverband und Pool gefordert, eine Saison zum bisherigen Ausrüster zurückkehren. „Für diese Lösung fehlt mir die Fantasie genauso wie eine rechtliche Grundlage“, sah Alexander Lotschak, der Rennsportleiter und Miteigentümer von Kästle, zu Wochenbeginn aber keinen Lösungsansatz.

Sportlich hat es gepasst

Liensberger hatte sich im Frühjahr zu einem Wechsel des Ski-Ausrüsters entschlossen, fand bei Hersteller Kästle in Hohenems ein neues Zuhause. Gespießt hat sich es dann in der Schuhfrage. Lange, zum Rossignol-Konzern gehörend, wurde nach einem Einspruch beim Skipool von eben diesem nicht als Vertragspartner von Liensberger anerkannt. Für die Rennläuferin vom Skiclub Rankweil haben die sportlichen Voraussetzungen bisher gestimmt: Beim Slalomtraining der österreichischen Damen in Neuseeland war die Team-Olympia-Silbermedaillengewinnerin mit ihrem neuen Materialmix in den meisten Vergleichen die absolut Schnellste.