Slowenien ist Schlüssel zur EM

Sport / 11.10.2019 • 22:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Marcel Sabitzer, der gegen Israel dem österreichischen Spiel seinen Stempel aufdrückte, und Co. wissen um die Bedeutung des Spieles in Slowenien. apa
Marcel Sabitzer, der gegen Israel dem österreichischen Spiel seinen Stempel aufdrückte, und Co. wissen um die Bedeutung des Spieles in Slowenien. apa

Auf ÖFB-Team wartet am Sonntag in Slowenien das Schlüsselspiel für die Qualifikation.

Wien Die Österreicher könnten in Ljubljana den nächsten großen Schritt in Richtung EM-Teilnahme machen. Bei einem Sieg wäre die folgende Heimpartie am 16. November in Wien gegen Nordmazedonien bereits das erste Matchball-Spiel. Möglicherweise könnte dafür auch ein Unentschieden reichen. Sicher genug wären Remis gegen Slowenien und Nordmazedonien, um dann zum Abschluss mit einem Sieg beim bisher punktelosen Schlusslicht Lettland alles klarzumachen. Teamchef Franco Foda will das in seine Überlegungen nicht einfließen lassen. „Auf ein Unentschieden spielen können vielleicht italienische Mannschaften“, meinte der Deutsche. „Aber unsere Spieler wollen gewinnen, die wollen nach vorne spielen.“ Das soll auch in Slowenien spürbar sein. „Wir müssen genau so auftreten wie in Polen.“ Der Punkt, den die Österreicher in Warschau geholt haben (0:0), könnte sich in den Rechenspielen der Gruppe G noch als enorm wichtig erweisen.

Alles oder nichts für Slowenien

Während die ÖFB-Auswahl mit dem 3:1-Heimsieg gegen Israel ihre Pflicht erfüllte, leistete sich Slowenien mit einem 1:2 in Nordmazedonien einen Ausrutscher. „Für Slowenien geht es jetzt um alles. Sie müssen unbedingt gewinnen gegen uns“, warnte Foda. „Wir haben es nach wie vor in der eigenen Hand, es selbst zu regeln.“ Allerdings müssen die Österreicher im mit 16.000 Zuschauern ausverkauften Stadion Stozice neben David Alaba (Rippe), Stefan Lainer, Xaver Schlager (beide Knöchel) und Florian Grillitsch (Knie) möglicherweise auch andere wichtige Akteure verletzt vorgeben. Marko Arnautovic etwa plagt eine Muskelverletzung im Oberschenkel. Etwas positiver als beim Stürmerstar scheinen die Aussichten bei Konrad Laimer, dessen Adduktorenprobleme gegen Israel zwar wieder aufgeflammt sind, sich aber nicht verschlimmert haben sollen.

Sabitzer in Führungsrolle

Sollte Arnautovic ausfallen, wären Michael Gregoritsch und Lukas Hinterseer Optionen. Eine noch größere Bedeutung im ÖFB-Offensivspiel würde Marcel Sabitzer zukommen. Foda zeigte sich von dessen zuletzt ansteigender Form im Nationalteam nicht überrascht. „Seit ich Teamchef bin, bin ich mit ihm immer sehr zufrieden“, betonte der Deutsche. „Jetzt macht er eben auch die Tore.“ Zwei waren es in den vergangenen drei Länderspielen. „In den letzten Spielen haben wir nach vorne immer gute Aktionen gehabt. Da war ich immer dabei, das gibt natürlich Selbstvertrauen“, erklärte Führungsspieler Sabitzer. „Ich bin auch reifer geworden. Deshalb bin ich jetzt vielleicht besser als vor ein paar Jahren“, meinte der 25-Jährige, der sich laut eigenen Angaben im Zentrum am wohlsten fühlt. Die Bedeutung der Partie in Ljubljana ist dem Team bewusst. „Wir wollen unbedingt zur EM“, betonte Sabitzer. Der Druck würde bei den Slowenen liegen. „Die werden sicher nicht nur bunkern. Das wird ein offenes Spiel.“

„Wir wollen unbedingt zur EM und in Slowenien einen großen Schritt machen“

Fussball

EURO 2020

Gruppe G

Slowenien – Österreich Sonntag

Ljubljana, 20.45 Uhr, SR Cüneyit Cakir (Tur)

ORF 1 überträgt live ab 20.45 Uhr

Slowenien (4-2-3-1): Oblak; Stojanovic, Miha Mevlja, Aljaz Struna, Balkovec; Krhin, Kurtic; Ilicic, Bezjak, Zajc; Sporar

Österreich (4-2-3-1): Stankovic; Posch, Dragovic, Hinteregger, Ulmer; Baumgartlinger, Ilsanker; Lazaro, Sabitzer, Laimer; Arnautovic

Polen – Nordmazedonien Sonntag

Warschau, 20.45 Uhr

Israel – Lettland Dienstag

Beershewa, 20.45 Uhr

Tabelle:

1. Polen 7 5 1 1 11: 2 16

2. Österreich 7 4 1 2 16: 7 13

3. Nordmazedonien 7 2 2 2 10: 9 11

4. Slowenien 7 3 2 2 13: 7 11

5. Israel 7 2 2 3 12:14 8

6. Lettland 7 0 0 7 1:24 0