Langenegg gelang Sensation in der VN.at-Eliteliga

Sport / 12.10.2019 • 18:27 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Langeneggs Abwehrchef Dominik Heidegger gelang per Kopf das 1:0. VN-Stiplovsek
Langeneggs Abwehrchef Dominik Heidegger gelang per Kopf das 1:0. VN-Stiplovsek

VN.at-Eliteliga: Die Bregenzerwälder feierten verdienten 2:1-Erfolg und fügten Spitzenreiter Dornbirner SV die zweite Saisonniederlage zu.

Langenegg Alles begann mit zwei Ehrungen. So ehrte Langenegg-Obmann Raimund Steurer vor Spielbeginn zwei verdiente Ex-Spieler. Neben Günther Bechter, der 221 Spiele für den Klub absolvierte und verletzungsbedingt seine Karriere beenden musste, auch Andreas Röser. Pikanterweise jagt der ehemalige Langenegg-Torjäger (159 Tore in 236 Spielen) nun für Gegner Dornbirner SV dem Torerfolg nach. Schon acht Volltreffer verbuchte der Stürmer für den Tabellenführer der VN.at-Eliteliga. Dieses Mal aber blieb er blass, wie die gesamte Mannschaft. Am Ende feierten die Gastgeber einen 2:1-Erfolg und fügten dem Spitzenreiter die zweite Saisonniederlage zu.

Sehr diszipliniert

Das Spiel selbst nahm nur langsam Fahrt auf. Weil der DSV einen ruhigen Spielaufbau versuchte und die Hausherren erst nach gut 20 Minuten mehr Druck auf den Gegner auszuüben vermochten. Dann aber hatte die Elf von Trainer Klaus Nussbaumer mehr Spielanteile, ohne sich aber wirklich große Chancen zu erarbeiten. Ein Handspiel nach Schussversuch von Marc Nussbaumer (19.) wurde von SR Thomas Gangl nicht geahndet. Auf Seiten der Gäste sorgte ein Freistoß von Benjamin Kaufmann (17.) in der Anfangsphase noch für die größte Gefahr. So war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Dornbirner ihr Kombinationsspiel nicht wie gewohnt aufzuziehen vermochten und in dem Langenegg sehr diszipliniert den Matchplan verfolgte und vor allem das Offensivduo Cordeiro Soares und Röse gut im Griff hatte. Und Sekunden vor dem Pausenpfiff war sie dann doch da, die große Chance zum Führungstreffer für die Hausherren: Nach einer schönen Kombination über rechts war es Kevin Bentele, der einen Kopfball nur knapp über das Gehäuse setzte.

VN.at-Eliteliga

14. Spieltag

SPG Zima FC Langenegg – Hella Dornbirner SV 2:1 (0:0)

Sportplatz im Weiher, 400 Zuschauer, SR Thomas Gangl

Torfolge: 46. 1:0 Heidegger (Kopfball), 61. 2:0 Patrick Maldoner, 68. 2:1 Cordeiro Soares

Gelbe Karten: 82. Paulo Victor, 90./+ 5 Vonbrül (beide Langenegg/jeweils Foulspiel)

SPG Zima FC Langenegg (4-4-2): Wohlgenannt; Schmid, Heidegger, Silva de Mesquita, Schmidler; Marc Nussbaumer, Möß, Patrick Maldoner (83. Vonbrül), Marcel Maldoner (87. Schwärzler); Paulo Victor, Bentele (90./+ 3 Eberle)

Hella Dornbirner SV (4-1-4-1): Fend; Kalkan, Tsohataridis, Filler, Kovacec (76. Gehrer); Hänsler; Gamper (57. Schelling), Kaufmann, Birgfellner (57. Erhart), Röser; Coreiro Soares

Paukenschlag mit Wiederanpfiff

Mit einem Paukenschlag begann die zweite Hälfte. Gerade einmal 23 Sekunden gespielt, da legte sich Patrick Maldoner den Ball an der Eckfahne zurecht. Und weitere 20 Sekunden später zappelte der Ball im Netz. Langeneggs Abwehrchef Dominik Heidegger war per Kopf erfolgreich. Der Tabellenführer wirkte angeschlagen, war geschockt – und Langenegg machte weiter Druck.

Ein verdienter Sieg, weil die Mannschaft den Plan sehr diszipliniert umgesetzt hat.

Klaus Nussbaumer, Trainer SPG Zima FC Langenegg

Vor allem Patrick Maldoner war vom DSV nicht unter Kontrolle zu bekommen. So musste in Minute 55 Torhüter Kevin Fend nach einem Schuss des Langenegger Kapitäns sein ganzes Können zeigen. DSV-Trainer Roman Ellensohn reagierte mit einem Doppeltausch und einer Systemumstellung (57.). Mit Julian Erhart und Patrick Schelling brachte er zwei Offensivkräfte. Die Pläne des Trainers wurden aber schnell durchkreuzt, denn ein Ballverlust sorgte wenig später für den zweiten Treffer der Hausherren. Patrick Maldoner, bester Mann am Platz, schloss einen Angriff ganz cool ab und stellte auf 2:0 (61.). Dieses Mal wirkte der Gegentreffer wie ein Weckruf. Denn die Dornbirner übernahmen nun das Geschehen und Torjäger Cordeiro Soares sorgte mit einer Direktabnahme für den Anschlusstreffer (68.). Die Partie war damit endgültig ins Laufen gekommen. Bei einem Lattenheber von Silva de Mesquita hatten die Dornbirner Glück (72.), nur zwei Minuten später prüfte Paulo Victor DSV-Goalie Kevin Fend. Es blieb beim 2:1 und damit kassierte der DSV seine erste Auswärtsniederlage. Für Coach Roman Ellsensohn war am Ende ausschlaggebend, dass man den Ball nicht in die gefährliche Zone brachte.