Der Nenzinger Sportplatz in Montafoner Händen

Sport / 13.10.2019 • 20:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hochaktiv auf dem Platz: Necip Bekleyen (r.) als Doppel-Torschütze.KNOBEL
Hochaktiv auf dem Platz: Necip Bekleyen (r.) als Doppel-Torschütze.KNOBEL

Aufsteiger aus Schruns gewinnen in packender Partie in Nenzing.

Nenzing Von den fünf Vorarlbergliga-Vereinen aus dem Oberland sind die Schrunser die derzeit stärkste Mannschaft. Im emotionsgeladenen Spiel vor 700 Zuschauern behielt der Aufsteiger Schruns in Nenzing mit 3:2 knapp die Oberhand. Die Elf von Trainer Mario Ledetzky liegt nun nach dreizehn Runden auf dem sechsten Tabellenrang, sowohl Nenzing als auch Schruns werden nun im Aufstiegskampf wohl keine Rolle mehr spielen.

„Acht Eigenbauspieler der Start­elf waren im Derby sehr effizient, und aufgrund der ersten Halbzeit geht der Erfolg auch in Ordnung. Wir sind absolut im Plansoll, alles, was jetzt im Herbst noch kommt, ist Draufgabe“, war Schruns-Sportchef Christoph Stocker hochzufrieden mit dem Erfolg seiner Mannschaft.

Heimspiel auswärts

Für die Montafoner war es in Nenzing ein gefühltes Heimspiel: Viele Anhänger feierten ihre Helden nach dem Schlusspfiff. Ausgerechnet Torjäger Rochus Schallert, der bereits seit zwei Jahren in Schruns unter Vertrag steht, erzielte mit einem wunderbaren Schlenzer von der Strafraumgrenze nach fünf Minuten die Führung für die Gäste. Bei den weiteren Treffern der Gäste leistete Schallert mustergültige Vorarbeit. Beim Tor zum 0:2 zum Beispiel, als Timon Salzgeber den Ball nur über die Torlinie drückte.

Nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren aus Nenzing nicht mehr wiederzuerkennen, sie erhöhten das Spieltempo von Minute zu Minute und begannen, den Gästen die Partie aufzudrücken. Und so kaum es auch nicht von ungefähr, dass Nenzing-Goalgetter Necip Bekleyen innerhalb 19 Minuten mit seinem Doppelpack den Rückstand wettmachte. Doch neun Minuten vor dem Ende waren alle Träume der Heimmannschaft ausgeträumt, erzielte doch Manuel Demuth den Siegestreffer für die Montafoner.

„Normalerweise muss man alle Heimspiele gewinnen, um oben mitzuspielen.“