Nur noch ein Schritt

Sport / 14.10.2019 • 20:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

ÖFB-Elf will mit Heimfans EM-Qualifikation feiern.

Wien Die zweite EM-Teilnahme in Folge ist für Österreichs Nationalteam zum Greifen nahe. Ein Punkt aus den abschließenden Spielen im November gegen Nordmazedonien und Lettland reicht der ÖFB-Auswahl zum Glück. „Aber den Sack müssen wir noch zumachen“, sagt Teamchef Franco Foda.

Am besten bereits am 16. November zu Hause gegen Nordmazedonien. „Wenn in dem entscheidenden Spiel das Stadion nicht voll ist, verstehe ich die Welt nicht mehr“, erklärte Foda. Ein Punkt gegen Nordmazedonien wäre genug. Nur bei einer höheren Niederlage als 1:4 gegen den Außenseiter müssten die Österreicher das folgende Gastspiel drei Tage später beim punktelosen Schlusslicht Lettland noch gewinnen, um sicherzugehen. Szenarien, mit denen sich Foda nach dem starken Auftritt in Slowenien nicht beschäftigen wollte. „Wir haben ein großes Ziel, einen großen Traum, das ist die EM 2020.“

Alles für die Mannschaft

Nach den Niederlagen zum Quali-Auftakt gegen Polen (0:1) und in Israel (2:4) sei das Team bereits mit dem Rücken zur Wand gestanden. Wie man damit umgegangen sei, habe die Mannschaft starkgemacht. „Das hat Vertrauen gegeben.“ Erschüttert wurde es nicht einmal von den zahlreichen Ausfällen, die den Österreichern zu schaffen machten. Erstmals seit 2009 standen in Ljubljana weder Marko Arnautovic noch David Alaba in einem Pflichtspiel des ÖFB-Teams auf dem Platz. Dazu fehlten mit Stefan Lainer, Xaver Schlager, Florian Grillitsch und Philipp Lienhart weitere Akteure. „Die Jungs, die reingekommen sind, haben den Plan sehr, sehr gut umgesetzt“, lobte Foda. „Ich bin sehr stolz auf alle Spieler, das ganze Betreuerteam.“ Michael Gregoritsch dürfte sich den Status als Nummer zwei im ÖFB-Angriff erarbeitet haben. Wichtig auch im Hinblick auf eine mögliche EM, falls Arnautovic bis dorthin wieder einmal körperliche Probleme plagen. In Ljubljana fungierte der 30-Jährige als Unterstützer auf der Bank, sprach in der Halbzeit auf dem Weg in die Kabine auch mit Gregoritsch. „Marko und ich verstehen uns sehr gut. Er hat mir Tipps von außen gegeben“, erklärte sein Vertreter.

Arnautovic tue alles für das Team, ergänzte Kapitän Julian Baumgartlinger. Foda wertete das auch als Zeichen für den Zusammenhalt. „Wir haben einen großen Kader, ein großes Spektrum an guten Spielern. Aber das Wichtigste ist der Teamgeist“, sagte der Deutsche. Auch Arnautovic war die Freude über den großen Schritt in Richtung EM anzusehen. „Wir sind dabei, das kannst du aufschreiben“, diktierte er bei seinem Abgang.

Bei der großen EM-Party am 16. November in Wien will der China-Legionär dabei sein – wie alle anderen. Zumal im eigenen Land bisher noch keine EM-Teilnahme perfekt gemacht wurde. „Es wird Zeit“, so Kapitän Julian Baumgartlinger.

„Wir sind dabei . . . Das kannst du gerne und ruhig auch aufschreiben.“

Fussball

EURO 2020

Israel – Lettland heute

Beershewa, 20.45 Uhr

Tabelle

1. Polen* 8 6 1 1 13: 2 19

2. Österreich 8 5 1 2 17: 7 16

3. Nordmazedonien 8 2 2 3 10:11 11

4. Slowenien 8 3 2 3 13: 8 11

5. Israel 7 2 2 3 12:14 8

6. Lettland 7 0 0 7 1:24 0

Legende: * für die Endrunde qualifiziert