Schruns gewinnt Prestigeduell in Nenzing

Sport / 14.10.2019 • 11:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nenzings Hakan Öztürk (Mitte) im Duell mit zwei Schrunsern. Luggi Knobel
Nenzings Hakan Öztürk (Mitte) im Duell mit zwei Schrunsern. Luggi Knobel

Schruns hält nach 3:2-Sieg in Nenzing Anschluss an die Spitzenteams in der Fußball-Vorarlbergliga.

Nenzing Von den fünf Vorarlbergliga-Vereinen aus dem Oberland sind die Schrunser die derzeit klar stärkste Mannschaft. Im rassigen und emotionsgeladenen Prestigeduell vor fast 700 begeisterten Zuschauern behielt der Aufsteiger Schruns in Nenzing mit 3:2 knapp die Oberhand. Die Elf von Trainer Mario Ledetzky liegt nun nach 13 Spieltagen auf dem ausgezeichneten sechsten Tabellenrang. Im Aufstiegskampf werden aber sowohl Nenzing als auch Schruns wohl keine Rolle mehr spielen. Beiden Teams fehlt es an Kontinuität.

„Acht Eigenbauspieler in der Startelf waren im Derby sehr effizient und aufgrund der ersten Halbzeit geht der Erfolg auch in Ordnung. Wir sind absolut im Plansoll, alles was jetzt im Herbst noch kommt, ist Draufgabe“, war Schruns-Sportchef Christoph Stocker hochzufrieden mit dem Erfolg seiner Mannschaft.

Gefühltes Heimspiel

Für die Montafoner war es in Nenzing ein gefühltes Heimspiel: Viele Anhänger feierten ihre Helden nach dem Schlusspfiff und gaben der Mannschaft die nötige Unterstützung.

Die Leistung meiner Mannschaft in der ersten Hälfte war eine reine Katastrophe.

Rene Wachter, Trainer FC Nenzing

Ausgerechnet Torjäger Rochus Schallert, der bereits seit zwei Jahren in Schruns unter Vertrag steht, erzielte mit einem wunderbaren Schlenzer von der Strafraumgrenze ins linke Kreuzeck die Führung für die Gäste. Und das bereits nach fünf gespielten Minuten. Bei den weiteren Treffern der Gäste leistete Schallert übrigens mustergültige Vorarbeit. Beim Tor zum 0:2 zum Beispiel, als Timon Salzgeber den Ball nur über die Torlinie drücken musste.

Nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren aus Nenzing nicht mehr wiederzuerkennen, sie erhöhten das Spieltempo von Minute zu Minute und begannen, den Gästen die Partie aufzudrücken. Und so kam es auch nicht von ungefähr, dass Nenzing-Goalgetter Necip Bekleyen in neunzehn Minuten mit seinem Doppelpack den Rückstand wettmachte. Doch neun Minuten vor dem Schlusspfiff waren alle Träume der Fans der Heimmannschaft ausgeträumt, erzielte doch Manuel Demuth mit wuchtigem Kopfball den Siegestreffer für die Montafoner.

Vorarlbergliga

13. Spieltag

FC Nenzing – Intersport FC Schruns 2:3 (0:2)

Sportplatz Nenzing, 650 Zuschauer, SR Jankovic

Torfolge: 5. 0:1 Rochus Schallert, 22. 0:2 Timon Salzgeber, 51. 1:2 Necip Bekleyen (Kopfball), 70. 2:2 Necip Bekleyen, 81. 2:3 Manuel Demuth (Kopfball)

Gelbe Karten: 9. Krainz (Foulspiel), 13. Hueller (beide Nenzing/Unsportlichkeit), 13. Summer, 42. Simoner (beide Foulspiel), 54. Dona (alle Schruns/Unsportlichkeit), 71. Schöpf (Foulspiel), 72. Jedliczka (beide Nenzing/SR-Kritik), 81. Pablo Henrique Nascimento, 83. Jonas Ganahl (beide Schruns/beide Foulspiel), 87. Bekleyen (Nenzing), 87. Romic, 87. Mathies (beide Schruns/alle Unsportlichkeit)

FC Nenzing (4-2-3-1): Grass; Nico Schöpf, Hueller, Jedliczka, Jovic (46. Tamer Özcan); Atila Özcan, Türtscher (46. Gerold); Krainz (74. Nicolussi), Öztürk, Bekleyen; Honeck

Intersport FC Schruns (4-4-2): Romic; Flöry (78. Kessler), Mathies, Simoner (46. Pablo Henrique Nascimento), Fischer; Dona (65. Jonas Ganahl), Summer, Demuth, Timon Salzgeber; Johannes Ganahl, Schallert

„Die Leistung von meiner Mannschaft in der ersten Hälfte war eine reine Katastrophe. Und bitter war es zum Schluss, vor allem, wenn man zwei Tore wettmacht und dann zu Hause doch ohne Punkte das Feld verlässt. Normalerweise muss man die Heimspiele – und vor allem solche Prestigeduelle – gewinnen, um sich ein Mitspielen in der oberen Tabellenhälfte zu verdienen“, bilanzierte ein enttäuschter Nenzing-Coach Rene Wachter.