Austria Lustenau verliert erstmals unter Mählich

Sport / 18.10.2019 • 22:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Austria-Lustenau-Goalie Kevin Kunz war beim 0:1 von Sulejmanovic genauso machtlos wie bei den weiteren Gegentreffern.Gepa
Austria-Lustenau-Goalie Kevin Kunz war beim 0:1 von Sulejmanovic genauso machtlos wie bei den weiteren Gegentreffern.Gepa

1:3-Niederlage bei Vorwärts Steyr für die Grün-Weißen.

Steyr Alles hat ein Ende – auch die Serie der Lustenauer Austria unter Roman Mählich. Vier Mal in Folge konnte man das Feld als Sieger verlassen, in Steyr musste man erstmals als Verlierer vom Platz. Schuld daran war vor allem eine komplett verkorkste erste Halbzeit der Mählich-Elf. Zu verhalten startete man in das Spiel, zu sehr überließ man dem Gegner das Spiel und wurde prompt für diese Passivität bestraft. Mirsad Sulejmanovic (30.) überraschte Lustenau-Tormann Kevin Kunz mit einem Weitschuss aus rund 25 Metern und stellte die Führung für die Hausherren her. Keine fünf Minuten später wurde ein Freistoß von Thomas Himmelfreundpointner (34.) aus dem Mittelfeld immer länger und landete ohne Berührung eines Feldspielers erneut im Gehäuse der Gäste aus dem Ländle. Lange Gesichter auf der Betreuerbank, die Matthias Morys (43.) kurz vor der Pause mit seinem Anschlusstreffer dennoch jubeln ließ. Im zweiten Durchgang zeigten Ronivaldo und Co. dann wieder ihr gewohnt aggressives Gesicht und kamen durch Morys (52.), Marcel Canadi (60.) und vor allem durch einen Kopfball von Christoph Freitag (80.) zu ganz dicken Ausgleichschancen. Von Vorwärts sah man in Hälfte Zwei so gut wie gar nichts, dennoch kamen die Oberösterreicher erneut durch einen wunderbaren Weitschuss von Bojan Mustecic (93.) zum 3:1-Treffer. Just als die Lustenauer auf den Ausgleich drückten. Der eingewechselte Amoy Brown (90.) scheiterte aber an Steyr-Goalie Großalber. Damit war die erste Niederlage unter Mählich, der Neuzugang Simon Pirkl in der zweiten Halbzeit für Michael Lageder brachte, besiegelt.

Erfolg vor Gericht

Im Rahmen der Rechtsstreitigkeiten zwischen Gemeinde, Austria und einer Anrainerin ist ein weiteres für die Austria positives Gerichtsurteil ergangen. Auch das Oberlandesgericht (OLG) in Innsbruck entschied im Sinne der Gemeinde und der Austria und gibt der Berufung durch die Nachbarin keine Folge. Das OLG bestätigt damit, dass vom Erstgericht alles rechtlich richtig beurteilt wurde. Die Klägerin hatte auf Verfahresnmängel plädiert, die aber nicht vorliegen. Das OLG verwies auf die vorliegenden Urteile und folgt der Ansicht, dass die Klägerin für ein paar Stunden pro Jahr die Rollläden und Jalousien schließen könnte. Vorstandssprecher Bernd Bösch: „Natürlich ist das Urteil eine weitere Bestätigung für unser Bestreben. Wir wollen aber, dass am Ende alle mit dem neuen Stadion leben können. Mit den geplanten Maßnahmen können wir für alle eine Verbesserung erreichen. Wir wollen keinen weiteren Konflikt, wollen miteinander an einem Tisch eine Lösung erarbeiten.“