Schuss vor den Bug erhalten

Sport / 18.10.2019 • 22:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hard-Neuzugang Bruno Kozina blieb bei Kurzeinsätzen ohne Torerfolg.GEPA
Hard-Neuzugang Bruno Kozina blieb bei Kurzeinsätzen ohne Torerfolg.GEPA

Alpla HC Hard mit bitterer 26:27-Niederlage in eigener Halle gegen Schwaz.

Hard Am Samstag der triumphale Erfolg im Siebenmeterschießen in Skjern und der Aufstieg im Europacup und vor drei Tagen die überragende Leistung beim 23:19-Auswärtssieg bei Meister und Cupsieger Krems. Doch in eigener Halle scheint beim Alpla HC Hard aktuell viel Sand im Getriebe. Zum Abschluss der Hinrunde in der Spusu Liga mussten die Roten Teufel vom Bodensee mit der 26:27-Niederlage gegen Schwaz nach dem 27:30 vor neun Tagen gegen Ferlach eine Niederlage einstecken. Gleichzeitig hat die Equipe von Cheftrainer Klaus Gärtner mit der dritten Niederlage in der Ligaperiode die Chance verpasst, zu Leader Margareten aufzuschließen. „Wir haben die erste Halbzeit leider total verschlafen. In der Abwehr fehlte die nötige Aggressivität und im Angriff haben wir teilweise fahrlässig gute Chancen ausgelassen“, erklärt Hard-Cotrainer Severin Englmann.

Von 4:4 auf 7:14

Vor knapp 1000 Zuschauern wurden die Roten Teufel von den Schwazer Silberstieren zwischen der 6. Minute (4:4) und der 25. Minute (14:7) klassisch ausgekontert und auf die Hörner genommen. „Wir haben bewusst von der ersten Sekunde an aufs Tempo gedrückt. Wir wollten sie zermürben und dies ist uns, obwohl wir selbst durch die Ausfälle aus dem letzten Loch pfeifen, extrem gut gelungen“, betont Schwaz-Coach Frank Bergemann.

Nach Wiederbeginn starten die Gastgeber dann aber eine großartige Aufholjagd, egalisierten in der 45. Minute (21:21) erstmals den Sieben-Tore-Rückstand und lagen letztmals fünf Minuten vor dem Abpfiff mit 25:24 vorne. Am Ende jubelten aber die Tiroler und die Europacuphelden mussten sich gesenkten Hauptes von ihren Fans in die Länderspielpause bis zum 1. November verabschieden. „In Summe war die Hypothek aus der ersten Halbzeit einfach zu groß. Wir leisteten uns 17 Fehlwürfe und acht technische Fehler. Besonders in der entscheidenden Phase sind uns dumme Fehler unterlaufen, die zum Teil auf die enormen Strapazen der letzten Wochen und Monate zurückzuführen sind. Jetzt heißt es die Akkus bis zum Start der Rückrunde aufzuladen“, so Englmann.

Erstmals bei den Hardern im Einsatz, allerdings ohne Torerfolg, war Bruno Kozina. Der 31-jährige Kroate, älterer Bruder von Ex-Kreisläufer Kresimir, wurde vorerst bis Jahresende unter Vertrag genommen. Der Vizemeister reagierte damit auf die verletzungsbedingten Ausfälle von Dominik Schmid und Gerald Zeiner. Letzterer wird am Dienstag am linken Ellbogen operiert und wird zumindest weitere vier Wochen fehlen. VN-JD