Baustelle SCR Altach

Sport / 20.10.2019 • 19:07 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auch wenn es der stets ruhige Holländer nicht nach außen trägt, doch die 1:4-Pleite gegen die Admira setzte Alex Pastoor gehörig zu.gepa
Auch wenn es der stets ruhige Holländer nicht nach außen trägt, doch die 1:4-Pleite gegen die Admira setzte Alex Pastoor gehörig zu.gepa

Mit einer Leistung wie gegen die Admira ein potenzieller Abstiegskandidat.

Altach Ja, SCRA-Trainer Alex Pastoor bestärkt seine Spieler, gibt Vertrauen. Und so besetzte er gegen die Admira seine Innenverteidigung neu und zog Jan Zwischenbrugger ins Mittelfeld. Allein die Wirkung blieb aus, denn der Cashpoint SCR Altach bot im Duell der Kellerkinder eine erschreckende Leistung und kassierte eine 1:4-Niederlage. Dass Christian Gebauer verletzungsbedingt schon nach 34 Minuten vom Feld musste, passte in das traurige Bild, das die Altacher an diesem Oktoberabend abgaben.

Das Debüt von Sidney Sam ging ob der katastrophalen Leistung im Defensivverhalten unter. Matthias Maak und Philipp Schmiedl als neues Innenverteidigungduo waren stets ein Gefahrenherd für das eigene Team, aber auch davor oder auf der Seite entpuppten sich Spieler wie Samuel Gouet oder Manuel Thurnwald mehr als nette Wegbegleiter denn als ernsthafte Gegner für die Südstädter. So geschehen beim 0:1 nach elf Minuten und es sollte eine erste Halbzeit folgen, die kaum schlechter gespielt werden kann. Von den Zuschauern wurde dies mit Pfiffen quittiert. Zuvor lieferte man Geschenke, die von den Gästen gerne angenommen wurden. „Die Mannschaft macht schneller Fortschritte, als erwartet“, freute sich danach Trainer Klaus Schmidt. „Was mich freut, ist, dass wir nach dem Anschlusstreffer nicht die Nerven weggeschmissen, sondern die Partie gut zuende gespielt haben.“

Nur ein kurzes Intermezzo

Nach der möglicherweise schlimmsten Halbzeit in der Altacher Bundesligageschichte nahm Pastoor zur Pause eine Systemumstellung vor. Der für den schwachen Samuel Oum Gouet in die Mannschaft gekommene Anderson rückte in die Dreier-Abwehrkette mit Maak und Schmiedl, die Außen Thurnwald und Karic standen in der Folge höher. Und es sollte sich nur Sekunden nach Wiederanpfiff ein Hoffnungsschimmer am Horizont auftun. Denn SR Spurny zögerte nach dem Klammergriff von Aiwu an Mergim Berisha im Strafraum keine Sekunde und entschied auf Elfmeter. Der Neo-DFB-U-21-Teamspieler verwandelte den Strafstoß selbst zum Anschlusstreffer (48.). Den erhofften Sturmlauf löste das Tor bei den Hausherren nicht aus, beide Mannschaften lieferten sich aber jetzt einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Altacher durchaus auch Glück für sich verbuchten. So bei einer Direkt­abnahme von Fabian Paul Menig, dessen Schuss vom Pfosten zurückprallte (50.).

Aus Altacher Sicht sollte es bei einem kurzen Intermezzo bleiben. Die gefährlichere Mannschaft blieben die Gäste. Erschreckend die geringe Gegenwehr der Heimischen, die sich mit Fortdauer der Partie der Niederlage fügten. Es war die vierte in Folge, bei einem Torverhältnis von 1:14 und macht sie Altach nun zu einem potenziellen Abstiegskandidaten.

„Wenn man so spielt und sich so verhält, dann verdient man so eine Niederlage.“

Als Sieger durften sich zumindest die Gewinner des VN-Pausengewinnspiels in Altach fühlen.Verein
Als Sieger durften sich zumindest die Gewinner des VN-Pausengewinnspiels in Altach fühlen.Verein