Die wahre Kunst ist es, wieder aufzustehen

Sport / 21.10.2019 • 22:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christian Gebauer unterzog sich einer MR-Untersuchung.gepa
Christian Gebauer unterzog sich einer MR-Untersuchung.gepa

Nach Heimpleite richtige Schlüsse ziehen.

Altach Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen. Das Zitat von Nelson Mandela, dem 2013 verstorbenen ehemaligen Aktivist und Präsident aus Südafrika, würde derzeit bestens in die Kabine des Cashpoint SCR Altach passen. „Die Spieler müssen das in sie gesetzte Vertrauen spüren“, sagt Sportdirektor Christian Möckel. Dafür werden Worte allein zur Saisonhalbzeit zu wenig sein, wenn die nötige Verbissenheit nicht zutage tritt. Deshalb bleibt es vorerst ein Rätsel, weshalb sich die Mannschaft als Trainingsweltmeister präsentiert, die Leistung im Match dann aber nicht auf den Platz bringt. „Fehler können passieren“, spricht der Deutsche die Sprache des Trainers. „Stellungsfehler, ein verlorenes Kopfballduell – all das sind Dinge, die im Fußball passieren. Elementare Sachen wie Wille und Einsatzbereitschaft aber müssen gegeben sein.“

Für Möckel (46) könnte es deshalb durchaus ein gehbarer Weg sein, die Mannschaft nicht allein aufgrund der Trainingsleistungen der Spieler, sondern vielmehr aufgrund ihrer Mentalität aufzustellen. Allerdings müsse sich dies in den nächsten Tagen aus den avisierten Gesprächen herauskristallisieren. Gefragt sind für ihn diesbezüglich auch Führungsspieler wie Torhüter Martin Kobras (33) oder Jan Zwischenbrugger (29).

Mentalitätsmonster

Vier Niederlagen in Serie haben die Altacher in ihrer BL-Zeit schon öfters, sechs Mal, verdauen müssen. Negativrekord sind noch immer die sieben Pleiten in Folge im Abstiegsjahr 2008/09, gefolgt von sechs Niederlagen im Premierenjahr 2006/07. Der SCRA ist also schon öfters wieder aufgestanden. Nun sind also erneut die Mentalitätsmonster gefragt, um die Negativspirale umzudrehen. Einer, der sich diesbezüglich möglicherweise gedulden muss, ist Christian Gebauer. Der im Spiel gegen die Admira bei einem Zweikampf am linken Sprunggelenk verletzte Offensivspieler unterzog sich gestern einer MR-Untersuchung. Eine Vorsichtsmaßnahme, um eine schwere Verletzung ausschließen zu können, wie Teamarzt Dieter Moosmann bestätigte. Bis zum LASK-Heimspiel am Sonntag (14.30 Uhr) wird die Zeit für den 25-Jährigen dennoch knapp.

„Jetzt gilt es, die elf Spieler mit der richtigen Mentalität zu finden.“