Die beste Leistung musste her

Sport / 22.10.2019 • 22:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga, Dominic Thiem ist der Auftakt beim Wiener Stadthallenturnier geglückt.apa
Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga, Dominic Thiem ist der Auftakt beim Wiener Stadthallenturnier geglückt.apa

Dominic Thiem glückte in Wien die Revanche gegen Jo-Wilfried Tsonga.

Wien Dominic Thiem ist die Wien-Revanche gegen Jo-Wilfried Tsonga geglückt. Sechs Jahre nach der Niederlage gegen den Franzosen im Viertelfinale des Erste Bank Open gewann der Niederösterreicher in der heurigen Auftaktrunde des ATP-Tennisturniers gegen den nun 34-Jährigen 6:4, 7:6(2). Um das Viertelfinale geht es für den 26-jährigen Thiem nun am Donnerstag gegen den Spanier Fernando Verdasco.

Ersten Breakball genützt

„Das war mein bisher bestes Erstrundenmatch in Wien, es war auch wirklich nötig“, resümierte Dominic Thiem nach dem Match. „Tsonga ist immer gefährlich indoor, er fühlt sich auch wirklich wohl da, er hat immer gute Leistungen gezeigt. Von dem her war es klar, dass ich von Anfang an voll da sein muss, das ist mir auch sehr gut gelungen.“

Die Partie gegen den Wien-Sieger von 2011 und späteren noch zweifachen Finalisten des Events in der Stadthalle entwickelte sich für Thiem erwartet schwierig. Der Lokalmatador setzte zwar als Rückschläger gleich bei den ersten beiden Punkten des Matches mit einem Rückhand-Longline und einem Vorhand-Cross sehenswerte Akzente, Tsonga konterte aber mit fünf Punkten en suite zum 1:0.

Auch danach blieben die Aufschläger vorerst am Drücker, wenn auch Thiem mit seinem Service zu Beginn nicht restlos überzeugte. Das 2:2 und 3:3 gelang ihm erst über Einstand, Breakball sah er sich allerdings im gesamten Match keinem gegenüber. Dafür nutzte der Lichtenwörther selbst seinen einzigen im ersten Durchgang, und das zum 4:3 nach einem 0:40. Damit hatte er den Satz praktisch in der Tasche, stellte wenig später mit einem Longline-Passierschlag auf 6:4.

Nach diesem in 48 Minuten fixierten Teilerfolg steigerte sich Thiem in einer mit 9500 Zuschauern ausverkauften Halle auch spielerisch, wobei aber auch Tsonga ordentlichen Sport präsentierte. Die Partie des Weltranglisten-Fünften gegen den -36. hätte vom Niveau her auch für ein Halbfinale oder das Finale des ATP-500-Turniers getaugt. In das Endspiel will Thiem diesmal auch hin, bei neun Antreten kam er bisher nie über das Viertelfinale hinaus.

Die frühe Vorentscheidung im Match schien bei 1:1 in Satz zwei fast schon gegeben, als sich Thiem ein 40:0 erarbeitete. Doch Tsonga wehrte alle Breakbälle ab, später noch zwei weitere und ermöglichte sich so eine Satzentscheidung im Tiebreak. Da hatte Thiem aber den längeren Atem, erarbeitete sich unter dem Jubel der Fans Mini-Breaks zum 3:1 und 4:1. Dieses Minus machte Tsonga nicht mehr wett, Thiem machte nach einer Spielzeit von 1:59 Std. den Sack zu.

Vier Mal verloren

Gegen Verdasco sind die Vorzeichen für Thiem ähnlich wie gegen Tsonga. Hatte er gegen den ehemaligen Australian-Open-Finalisten aber davor eine 0:2-Bilanz stehen, ist die gegen den 35-jährigen Iberer mit 0:4 doppelt so schlecht. Dabei hat Verdasco Thiem auf allen Belägen schon besiegt, zuletzt sogar zweimal auf Sand. Passiert ist das im Viertelfinale von Rio de Janeiro 2018 sowie heuer in der Runde der letzten 16 des Masters-1000-Events von Rom.

In der ersten Runde absolvierte Verdasco seine Aufgabe gegen den Georgier Nikolos Basilaschwili mit einem 4:6, 6:2, 6:1. Das bisher beste Wien-Abschneiden des Weltranglisten-40. bei zwei Antreten war im Vorjahr das Halbfinale, in dem er dem späteren Turniersieger Kevin Anderson unterlag.