Neuer Verdacht gegen Walter Mayer

Sport / 22.10.2019 • 21:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ex-Langlauftrainier wurde wieder festgenommen.

Innsbruck Der ehemalige ÖSV-Trainer Walter Mayer ist wieder im Zusammenhang mit Doping in die Schlagzeilen geraten. Wie die Staatsanwaltschaft Innsbruck der Austria Presse Agentur bestätigte, haben die Ermittlungen im Zuge der „Operation Aderlass“ auch einen Verdacht gegen den ehemaligen Langlauftrainer ergeben, der deswegen kurzfristig festgenommen wurde. Zuerst hatte die Tageszeitung „Kurier“ darüber berichtet.

Auf freiem Fuß

Mayer wurde demnach vernommen, bald darauf aber wieder enthaftet. Der Salzburger war bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002 und Turin 2006 in Dopingskandale um die österreichischen Langläufer verwickelt. Im August 2011 wurde er vom Wiener Straflandesgericht nach dem Anti-Doping- sowie dem Arzneimittelgesetz in erster Instanz zu fünfzehn Monaten Haftstrafe verurteilt. 2013 bestätigte das Wiener Oberlandesgericht die Strafe, setzte sie aber zur Gänze auf Bewährung aus.

Laut Staatsanwalt Hansjörg Mayr steht Mayer nun unter Verdacht, weiterhin Dopingmittel an Amateur- und Profisportler weitergegeben zu haben. „Er ist verdächtig, auch nach und trotz dieser Verurteilung weiterhin Sportler mit verbotenen Dopingmethoden betreut zu haben“, teilte Mayr mit. „Da sich zuletzt auch Hinweise ergeben haben, dass er sich mit anderen absprechen und die Ermittlungen gefährden könnte, wurde er am 21. Oktober 2019 von Beamten des Bundeskriminalamtes kurzfristig festgenommen, um ihn mit dem Verdacht zu konfrontieren und zu vernehmen.“

Laut „Kurier“ dürfte Mayer mit einer bevorstehenden Einvernahme schon gerechnet haben. „Ihm sei zu Ohren gekommen, dass ein ehemaliger ÖSV-Mitarbeiter Beschuldigungen gegen ihn erheben würde“, hieß es in dem Artikel. Mittlerweile ist der 62-Jährige wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Anti-Doping-Bundesgesetz und des Beitrags zum Sportbetrug laufen aber weiter.