Stürmerfrage sorgt für stürmische Zeiten

Sport / 22.10.2019 • 23:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Bei Salzburg-Gegner Napoli herrscht große Aufregung.

Neapel Bei der SSC Napoli ist vor der Reise nach Salzburg vorerst Ruhe eingekehrt. Ein 2:0 gegen Hellas Verona sorgte am Wochenende für Durchatmen am Vesuv. Nach dem fünften Sieg in der achten Serie-A-Runde war Carlo Ancelotti zufrieden. Die große Frage, die Italiens Gazetten vor dem CL-Antritt bei Österreichs Meister beschäftigte, war: Wer wird in Salzburg stürmen? Es war die zweite Gruppen-Partie in Genk, die bei Napoli Anfang Oktober Staub aufwirbelte. Chefcoach Ancelotti hatte vor dem Spiel gegen die Belgier Zeichen gesetzt. Der Belgier Dries Mertens, mit 114 Toren für Napoli nur noch einen Treffer von der Torausbeute von Clubikone Diego Maradona (115) entfernt, saß nur auf der Bank. Kapitän Lorenzo Insigne fand sich überhaupt nur auf der Tribüne wieder. Mangelnde Trainingseinstellung wurde als Grund für die Sanktion genannt. Insignes Vertrag endet wie jener von Mertens im kommenden Sommer.

Dass aus dem Umfeld des italienischen Teamstürmers Kritik an der Entscheidung von Ancelotti laut wurde, rief Aurelio De Laurentiis auf den Plan. Der in seiner Wortwahl nie zimperliche Clubchef stellte zuletzt Dinge klar. Er könne Insigne nicht verstehen. „Warum ist er bei Napoli, wenn er nicht gänzlich glücklich ist“, fragte De Laurentiis. Bei Insigne habe er das Gefühl, dass sich der in Neapel immer unwohl gefühlt habe. „Ich liebe ihn. Aber es wäre besser, er würde uns mitteilen, was er machen will, wenn er einmal erwachsen ist“, sagte der Filmproduzent unmissverständlich. Auch Mertens bekam einiges zu hören. Dass der 32-Jährige nach China gehen und dort mehr als bei einer Vertragsverlängerung bei Napoli verdienen könne, brachte den 70-Jährigen beinahe in Rage. „Wenn sie sich nach China verkaufen wollen, überbezahlt sein wollen, um zwei oder drei Jahre ein beschissenes Leben zu führen, ist das ihr Problem“, gab De Laurentiis über wechselwillige Akteure zu Protokoll.

Die Rotation bleibt

Mit Insigne soll sich Ancelotti inzwischen ausgesprochen haben. Doch der 60-Jährige, seit Sommer 2018 Coach von Napoli, wird gegen Salzburg wieder rotieren. Auf zehn unterschiedliche Aufstellungen in zehn Saisonspielen setzte Ancelotti bisher. Im Angriff bietet sich außer den Genannten noch der robuste Spanier Fernando Llorente an. Auch Mexikos Teamstürmer Hirving Lozano scheint wieder fit. De Laurentiis will sich jedenfalls selbst ein Bild machen. Fehlte der Clubboss in Genk, soll er in der Red-Bull-Arena live dabei sein.

„Wir werden versuchen, ein Team zu schlagen, das sich bisher sehr gut geschlagen hat.“