Zwei heiße Eisen im Feuer

Sport / 23.10.2019 • 20:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Head-Rennsportleiter Rainer Salzgeber hofft, dass in der anstehenden Weltcupsaision seine Asse wieder stechen.vn
Head-Rennsportleiter Rainer Salzgeber hofft, dass in der anstehenden Weltcupsaision seine Asse wieder stechen.vn

Skiproduzent Head setzt im Weltcup auf Pinturault und Holdener.

Kennelbach Rund 100 Rennläufer rüstet Skihersteller Head für den kommenden Skiwinter aus. Mit Alexis Pinturault und Wendy Holdener hat die Kennelbacher Firma zwei heiße Eisen für den Gesamt-Weltcup in seinen Reihen. „Wir möchten da sein, wenn es was zu erben gibt“, sagt Rennsportleiter Rainer Salzgeber (52) vor der am kommenden Samstag in Sölden beginnenden Rennsaison.

Favoriten und Verletzte

Für den ehemaligen Rennläufer Salzgeber ist Pinturault „von der Papierform her wie in den letzten Jahren unser Kandidat auf den Sieg in der Weltcup-Gesamtwertung. Darauf arbeiten wir seit dem Frühjahr hin, als wir noch davon ausgegangen sind, dass Marcel Hirscher weiterfährt.“ Statt Hirscher kommt Pinturaults großer Konkurrent nun aus Norwegen und heißt Henrik Kristoffersen (25). Salzgeber: „Die Saison ist lange, mit vielen Rennen. Primär gilt es für Alexis in Anbetracht dieses Programms gesund zu bleiben.“ Der 28-jährige Franzose, in der vergangenen Saison mit 1233 Punkten Zweiter hinter Hirscher, vertraut auf bewährtes Skimaterial, daneben testet er ein neues Schuhmodell. Mit Guntram Mathis steht Pinturault einer der erfahrendsten Servicemänner der Zunft zur Verfügung.

Die 26-jährige Holdener war in der vergangenen Saison hinter Mikaela Shiffrin (2204) und Petra Vlhova (1355) mit 1079 Punkten die Nummer drei im Damen-Weltcup. „Wendy ist in allen Disziplinen in der Weltrangliste unter den Top 30. Sie geht die neue Saison supermotiviert an.“ Daneben hat Head mit Lara Gut (28) oder Tina Weirather (30) weitere routinierte Stockerlplatzfahrerinnen unter Vertrag.

Bei Head ist die Verletztenliste schon vor dem Start in den Winter wieder gefüllt. Für die Riesentorlaufspezialistinnen Stephanie Brunner (25) und Elisabeth Kappaurer (25) ist die Saison gelaufen, Anna Veiths (30) Comebackversuch wurde verschoben. „Sie soll es kontrolliert angehen, nach der Geschichte mit Brunner ist Anna gewarnt.“ Gleiches gilt für Ragnhild Mowinckel. „Ihr Kreuzbandriss kam mit Ende Saison zu einem dummen Zeitpunkt“, so Salzgeber. Nach der Operation im April sieht der Montafoner den Jänner als Comeback-Zeitpunkt.

18 Personen sind bei Head im Skiservice angestellt, vier betreuen das Schuhwerk. Mit Hubert Immler hat sich der Schuhchef aber verabschiedet, er arbeitet künftig für den Deutschen Skiverband. Ex-Weltcupläufer Patrick Bechter rückt in diese Position auf.

„Pinturault ist von der Papierform her unser Kandidat auf den Gesamtweltcup.“

ski alpin

Weltcupprogramm

26. Oktober  Damen-Riesentorlauf Sölden

27. Oktober  Herren-Riesentorlauf Sölden

23. November Damenslalom Levi

24. November  Herrenslalom Levi

30. November  Herrenabfahrt Lake Louise

1. Dezember  Herren-Super-G Lake Louise