Röser schießt DSV ins Regionalliga-Playoff

Sport / 26.10.2019 • 19:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Großer Jubel der DSV-Kicker über den 2:1-Sieg beim FC Wolfurt. SAMS

VN.at-Eliteliga: Dank zwei Traumtoren von Andreas Röser siegt der Dornbirner SV in Wolfurt mit 2:1.

Markus Krautberger

Wolfurt Ein Remis hätte vor dem Match schon gereicht für das Erreichen des Regionalliga-Playoffs im Frühjahr. Am Ende wurden es sogar drei Punkte für den Dornbirner SV beim FC Wolfurt. Aber die Elf von DSV-Trainer Roman Ellensohn musste ganz tief in die Trickkiste greifen, um das Spiel zu gewinnen. Auch weil die Hausherren über 90 Minuten dem Tabellenführer aus Haselstauden mehr als nur die Stirn bieten konnten. Und die Elf von Wolfurt-Trainer Joachim Baur verbuchte auch den besseren Start ins Spiel. Daniel Brüstle (21.) kam nach einer Ecke zum Kopfball, den DSV-Goalie Kevin Fend noch halten konnte, aber beim Abstauber war er machtlos. In Folge nahmen aber die Gäste immer mehr das Spiel in die Hand und nur drei Minuten später traf Andreas Röser (30.) zum Ausgleich. Nach Vorlage von DSV-Spielmacher Julian Erhart machte der Linksaußen eine Haken nach innen und schlenzte die Kugel mit rechts unhaltbar ins lange Kreuzeck.

„Großes Kompliment an die Mannschaft, die trotz Rückstand auf dem schweren Boden ruhig geblieben ist und unseren Spielplan durchgezogen hat.“

Roman Ellensohn, Trainer Dornbirner SV

Traumtor von Andreas Röser zum Sieg

Der zweite Durchgang gehörte dann dem Tabellenführe, die sich auf dem extrem tiefen Boden zunehmend wohler fühlten. Und kurz nach Wiederanpfiff sorgte Röser (49.) erneut für großes Staunen bei den rund 300 Zuschauern am Sportplatz an der Ach. Einen hohen und weiten Eckball von Erhart nahm der 27-Jährige volley und bugsierte diesen wiederum ins Kreuzeck. Zum zweiten Mal war Wolfurt-Goalie Laurin Godula machtlos. Danach waren klar die Ellensohn-Schützlinge Herr über das Geschehen, spielten ihre technische Überlegenheit aus. Wolfurt kam nur mehr vereinzelt zu Konterchancen. Die beste hatte Brüstle (55.) als er alleine vor DSV-Schlussmann Fend auftauchte, den Ball aber über das Gehäuse drosch. Die größte Möglichkeit für die Vorentscheidung vergab Dornbirns Benjamin Kaufmann. Aus rund fünf Metern konnte er den Ball aber nicht im Tor unterbringen. In der Schlussphase kam bei den Heimischen nochmal Hoffnung auf. Denn DSV-Verteidiger David Kovacec musste verletzungsbedingt raus, das Austauschkontingent war aber schon erschöpft. Daher musste der DSV die letzten zehn Minuten in Unterzahl agieren. Und die Baur-Truppe wollte den Ausgleich unbedingt erzwingen fand aber ihren Meister in Goalie Fend. Denn der ehemalige Altach-Keeper entschärfte einen Weitschuss-Kracher von Harun Erbek in extremis, drehte den Ball noch über die Latte. Somit war man im Lager der Dornbirner überglücklich über die drei Punkte und Trainer Ellensohn nahm dankend Gratulationen entgegen: „Nach zuletzt zwei Niederlagen haben wir wieder in die Spur gefunden. Großes Kompliment an die Mannschaft, die trotz Rückstand auf dem schweren Boden ruhig geblieben ist und unseren Spielplan durchgezogen hat.“ Wolfurt-Trainer Joachim Baur fand trotz Niederlage lobende Worte für sein Team: „Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen, sie hat alles gegeben. Aber gegen solch Traumtore ist man machtlos. Das zweite Tor von Röser war Marke Tor des Jahres.“

„Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen, sie hat alles gegeben. Aber gegen solch Traumtore ist man machtlos. Das zweite Tor von Röser war Marke Tor des Jahres.“

Joachim Baur, Trainer FC Wolfurt

Torjäger auf Weltreise

Interessantes Detail am Rande: Torjäger Röser wird dem Dornbirner SV bald abhandenkommen. Denn der Dornbirner wird sich demnächst auf Weltreise begeben. Wie lange genau der 27-Jährige als Weltenbummler statt Goalgetter agiert, bleibt abzuwarten. „Darüber müssen wir noch sprechen,“ so ein augenzwinkender Trainer Ellensohn nach dem Sieg.

Fussball, VN.at-Eliteliga

16. Spieltag

Meusburger FC Wolfurt – Hella Dornbirner SV 1:2 (1:1)

Sportplatz an der Ach, 350 Zuschauer, SR Seidler

Torfolge: 21. 1:0 Brüstle, 30. 1:1 Röser, 49. 1:2 Röser

Gelbe Karten: Troy Primus bzw. Erhart

FC Wolfurt: Godula; Troy, Djordjevic, Muxel, Balsic (35. Mentin); Brüstle, B. neubauer, F. Meier, Klincov (46. T. Neubauer), Priums (78. I Erbek), H. Erbek

Dornbirner SV: Fend; Bodemann, Tsohataridis, Filler, Kovacec; Gamper, Erhart, B. Kaufmann, Röser (78. Kalkan); Hartmann (71. Birgfellner), Schelling (59. Junior)