Geringere Kosten, mehr Action

Sport / 01.11.2019 • 21:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Max Verstappen lieferte mit dem RB15 die erste Austin-Bestzeit ab. Mercedes nutzte das Training für verschiedene Tests. apa
Max Verstappen lieferte mit dem RB15 die erste Austin-Bestzeit ab. Mercedes nutzte das Training für verschiedene Tests. apa

Formel 1 stellt Reformen für 2021 vor.

austin Mehr Action auf der Strecke, mehr Chancengleichheit durch geringere Kosten, aber auch mehr Rennen: Die Formel 1 startet ab 2021 durch sportliche, technische und finanzielle Reformen in eine neue Ära. Der Weltrat des Motorsport-Verbandes FIA hat entsprechende Pläne am Rande des Großen Preises der USA in Austin einstimmig abgesegnet. Nach rund zwei Jahren intensiver Arbeit mit Fahrern und Rennställen ist die erstmalige Einführung einer Budgetgrenze für die Teams die wichtigste Neuerung. Die Autos werden sich durch neue Vorschriften optisch von den aktuellen stark unterscheiden und könnten nun sogar bis zu 25 Mal pro Jahr fahren.

„Gesünder und attraktiver“

„Es war immer unser Ziel, den Wettkampf und die Action auf der Strecke zu verbessern und außerdem den Sport gesünder und attraktiver zu machen“, sagte Formel-1-Boss Chase Carey. Formel-1-Sportchef Ross Brawn ergänzte: „Wir wollen den Sport so großartig wie möglich machen. Das ist das Prinzip, das wir immer im Kopf haben werden.“

Maximal 175 Millionen US-Dollar (rund 157 Mill. Euro) sollen künftig pro Rennstall und Jahr ausgegeben werden dürfen. Ausgenommen davon sind aber beispielsweise die Fahrergehälter oder Reisekosten. „Wir wollen eine engere WM und weniger vorhersegbare Rennen“, sagte FIA-Präsident Jean Todt, der von einem „Wendepunkt“ für den Sport sprach.

Mehr Standard

Die Rennställe um Mercedes und Ferrari werden künftig viele ihrer Freiheiten bei der Entwicklung verlieren. Es sollen standardisierte Einheitsteile eingeführt werden, damit wird es weniger Unterschiede zwischen den Boliden gibt. Das senkt die Ausgaben. Um solche und andere Überlegungen hatte es zuletzt hitzige Debatten gegeben. Insgesamt war die Erstellung des größten Reformpakets in der Formel-1-Historie ein zäher Prozess mit jeder Menge Meinungen. Ob alle Teams ab 2021 weiter dabei sind, entscheiden diese noch selbst.

Für Sebastian Vettel sei es „egal, wie das Auto aussieht; wenn das Racing besser ist und uns mehr Spaß macht, ist das ein Gewinn“, sagte der Ferrari-Star.

Formel 1

Formel-1-Grand-Prix USA in Austin

1. freies Training

1. Verstappen (NED) Red Bull 1:34,057, 2. Vettel (GER) Ferrari + 0,169 Sek., 3. Albon (THA) Red Bull 0,259, 4. Gasly (FRA) Toro Rosso 0,951, 5. Ricciardo (AUS) Renault 1,206, 6. Grosjean (FRA) Haas 1,299, 7. Leclerc (MON) Ferrari 1,323, 8. Hamilton (GBR) Mercedes 1,382, 9. Stroll (CAN) Racing Point 1,529, 10. Magnussen (DEN) Haas 1,602, 11. Kwjat (RUS) Toro Rosso 1,604, 17. Bottas (FIN) Mercedes 2,102

Samstag

3. freies Training 19.00 Uhr

Qualifikation 22.00 Uhr

Sonntag

Formel-1-GP Austin 20.10 Uhr

Fernsehen: ORF 1, SRG; RTL, Sky live