Minusrekord an Entlassungen

Sport / 03.11.2019 • 18:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Thomas Bayr (38) musste im Oktober seinen Trainerposten bei Lauterach in der VN.at-Eliteliga räumen.STiplovsek
Thomas Bayr (38) musste im Oktober seinen Trainerposten bei Lauterach in der VN.at-Eliteliga räumen.STiplovsek

Nur fünf Vereine trennten sich im Unterhaus-Herbst von ihren Trainern. Eine lange
Warteliste an qualifizierten Übungsleitern aus dem ganzen Land ist die Folge.

Schwarzach So wenige Trainerentlassungen wie noch nie gab es zur Halbzeit der Saison 2019/2020 im Vorarlberger Unterhaus. Zwei der nur fünf Trennungen von Nenzing (Thomas Vonbrül) und Schwarzenberg (Günter Moosmann) zwischen dem Coach und dem Klub waren Rücktritte aus bestimmten Gründen, hatten also gar keinen Hintergrund an vielleicht negativen sportlichen Leistungen.

Mit einem Trainerwechsel eine Verbesserung auf dem Platz erreichen wollten VN.at-Eliteliga-Klub Lauterach und Wälderklub Doren (1. LK). Und weil Goran Milosavljevic kurz vor dem Saisonstart mit der Kaderzusammenstellung nicht einverstanden war, musste Viktoria Bregenz (1. LK) einen Nachfolger in Form von Dietmar Hochmayr finden.

Viele Amateurvereine, insbesondere die ehrenamtlichen Funktionäre, setzten voll und ganz auf die Kontinuität und darauf, dass sich die arbeitenden Coaches mit der Vereinsphilosophie seit vielen Saisonen zumeist ausgezeichnet identifizieren können. Die längstdienenden Trainer im Lande zum Beispiel, Enes Cavkic (Meiningen), Goran Milovanovic-Sohm (Alberschwende) und Herwig Klocker (Admira Dornbirn), kennen die Sichtweise der Vorstandsmitglieder in- und auswendig. Für viele Ländleklubs besteht zudem vor der langen Winterpause auch noch kein echter Handlungsbedarf, weil sie in den verschiedensten Unterhaus-Spielklassen im Plansoll liegen. Bei den beiden Letztplatzierten in der Vorarlbergliga, Göfis und Hard, setzt der Klub weiter auf die routinierten und erfahrenen Trainer Rainer Spiegel bzw. Martin Schneider.

Vor allem in der Offensive braucht es in Göfis und Hard die Verstärkungen, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen oder zumindest, um die Relegation zu erreichen. Mehrere neue Akteure sollen in diesen beiden Mannschaften ab dem Frühjahr für sportlich bessere Zeiten sorgen. Allerdings wird es in der Winterübertrittszeit im Jänner sehr schwierig, passende neue Personalien zu verpflichten: Die meisten Kicker haben laufende Verträge bis zum Saisonende und können zur Saisonhälfte erst gar nicht die Seiten wechseln.

Lange Warteliste

Durch diese Konstellation hat sich eine lange Warteliste von Trainern ohne Job gebildet. Vor allem die Ex-Bundesligakicker Roland Kornexl, Ralph Geiger, Hans Kogler, Bernhard Erkinger, Pablo Chinchilla und Jürgen Patocka sind für neue Herausforderungen parat.

Bald wieder auf eine neue Aufgabe hoffen Thomas Bayr, Markus Grass, Manuel Hammerle, Zeljko Milosevic, Günter Riedesser, Franz Pircher, Philipp Schwarz, Bernhard Summer, Sebastian Trittinger, Hans Jürgen Trittinger, Thomas Vonbrül und Holger Schadl, um nur einen kleinen Teil der derzeit arbeitslosen Übungsleiter und Trainer, die für das Unterhaus qualifiziert sind, zu nennen.