Christian Adam

Kommentar

Christian Adam

Notwendige Reaktion

Sport / 03.11.2019 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Balsam für unsere Seele!“ Besser war der Gemütszustand der Mannschaft gar nicht zu beschreiben, als durch den Satz von Christian Gebauer. Immerhin hatte man sich nach acht Monaten, exakt 245 Tagen, wieder am Tabellenende im heimischen Fußball-Oberhaus wiedergefunden. Es war der 20. Spieltag der Vorsaison, in der laufenden hatte es dafür gerade mal 13 Runden gedauert. Die schnelle Reaktion, verbunden mit einer Rangverbesserung, war umso wichtiger und rief durchaus mehr Emotionen wach als über weite Strecken das Match selbst.

Begonnen hatte alles im Vorfeld, wo es deutliche Worte des Trainers und des Sportchefs in Richtung Spieler gab. Schon wenige Minuten nach dem Anpfiff nahmen Headcoach Pastoor und sein Co. Bernhard bei einem längeren Gespräch vor der Trainerbank kleinere Veränderungen in der taktischen Ausrichtung vor. Nach 28 gespielten Minuten und nur wenig prickelnden Aktionen gab es heftige Wortgefechte zwischen den beiden Wechselzonen, vor allem das Verbalduell zwischen Altachs Tormanntrainer Sebastian Brandner und Tirol-Coach Thomas Silberberger schaukelte die Gefühlslage hoch. Zur positiven Explosion kam es beim Führungstreffer, als sich Gebauer und Jürgen Köck in den Armen lagen. Der Dank des Torschützen galt dem Masseur, der während der Woche viel Zeit investierte, um den Stürmer fit zu bekommen.

Altach und das Tivoli – die gemeinsame Liebe bleibt also bestehen. Im zwölften Bundesliga- bzw. Europa-League-Spiel der Rheindörfler feierte man den fünften vollen Erfolg in Innsbruck. Zwei der vier verlorenen Partien datieren aus der EL-Zeit. Somit war die Reaktion doppelt wichtig, ja notwendig.

Christian Adam

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