„Das ist eine absolute Hammergruppe“

Sport / 05.11.2019 • 19:20 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
In seiner Auftaktpartie bei den ATP Finals in London trifft Dominic Thiem am Sonntag (nicht vor 21 Uhr) auf den Schweizer Roger Federer.AFP
In seiner Auftaktpartie bei den ATP Finals in London trifft Dominic Thiem am Sonntag (nicht vor 21 Uhr) auf den Schweizer Roger Federer.AFP

Thiem bei ATP Finals gegen Federer, Djokovic und Berrettini.

London Für Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem geht es bei seinen vierten ATP Finals in London in der Gruppe Björn Borg gleich gegen zwei Allzeit-Größen: Die Auslosung hat für den 26-jährigen Niederösterreicher den 19-fachen Major-Sieger Roger Federer (SUI), den 16-maligen Grand-Slam-Champion Novak Djokovic (SRB) und den Italiener Matteo Berrettini gebracht.

Thiem zeigte sich von der Auslosung für London beeindruckt. „Das ist eine absolute Hammergruppe. Wenn man bei den elitären acht Spielern sagen kann, dass sich zwei noch ein bisserl herausheben, dann sind es definitiv Djokovic und Federer.“ Federer, gegen den Thiem am Sonntag (nicht vor 21 Uhr MEZ) sein viertes Masters eröffnen wird, „weil er in der Halle unfassbar spielt“. „Und Djokovic auch aufgrund wie souverän er in Paris gewonnen hat“, erläuterte Thiem. „Deswegen ist das sicher eine ganz, ganz schwere Aufgabe. Aber mein Ziel bleibt gleich, das Halbfinale, und ich werde alles geben, dass ich das erreiche.“

Der 26-jährige Niederösterreicher, der in diesem Jahr erstmals schon fünf Turniere gewonnen hat, reist trotz der Hammerauslosung zuversichtlich nach London. „Ich gehe sicher in der besten Form, die ich bis jetzt in dieser Saisonphase gehabt habe, ins Turnier. Ich spiele sehr gut, fühle mich körperlich sehr gut.“

Halbfinale das erklärte Ziel

Zudem ist seine Herangehensweise 2019 doch anders als zuvor, versicherte Theim, dessen großes Ziel ist es ja, erstmals nach dreimaligem Ausscheiden in der Gruppenphase ins Semifinale vorzustoßen. „In den ersten zwei Jahren und letztes Jahr vielleicht auch ein bisserl, war ich schon sehr glücklich, dass ich dabei bin und hab dann dort nicht mehr so viel auf die Ergebnisse geschaut. Das ist dieses Jahr definitiv anders“, verspricht Thiem. „Ich will unbedingt das Ziel erreichen, ins Halbfinale zu kommen, und wäre schon enttäuscht.“

Dennoch müsse er aber auch sagen: „Wenn es ein bisserl unglücklich läuft, kann es passieren, dass ich drei sehr gute Partien spiele und alle drei verliere und sang- und klanglos ausscheide.“ Alle Spieler sind aus seiner Sicht „unglaublich“, alle Matches könnten eng werden und in ein paar Punkten entschieden werden. „Deshalb wird auch ein bisserl Glück nötig sein.“

Der erste Gegner wird schon am Sonntag Roger Federer sein. Thiem ist einer der wenigen Spieler, die eine positive Bilanz gegen die lebende Schweizer Tennislegende haben. Der Weltranglisten-Fünfte führt im Head-to-Head mit 4:2 und hat zudem die beiden Begegnungen in diesem Jahr für sich entschieden: Unvergessen ist vor allem der Finalsieg in Indian Wells, als Thiem nach einem 4:6-, 6:3-, 7:5-Erfolg über seinen ersten Titel auf Masters-1000-Niveau jubeln durfte.

Auch im Viertelfinale von Madrid setzte sich Thiem knapp mit 3:6, 7:6(11), 6:4 durch. Doch die Bedingungen beim Masters in der Londoner O2-Arena liegen Federer besonders, vor einem Jahr hatte er Thiem in einem Gruppenspiel beim 6:2, 6:3 keine Chance gelassen.

Djokovic gegen Berrettini

Die weiteren Gruppenspiele Thiems sind für Dienstag und Donnerstag der kommenden Woche geplant. Am zweiten Gruppen-Spieltag treffen die jeweiligen Verlierer bzw. -Sieger der Auftaktpartien aufeinander. Den Auftakt in der Gruppe Björn Borg, mit 2018-Sieger Alexander Zverev, macht am Sonntag Novak Djokovic gegen Matteo Berrettini (15 Uhr MEZ).

Gespielt wird ab Sonntag in der O2-Arena zunächst in zwei Vierer-Pools im Round-Robin-Modus. Anschließend spielen die Gruppensieger gegen die Zweiten des anderen Pools am Samstag (16. November) die Halbfinali, das Endspiel steigt am Sonntag. Sollte der Champion ohne Niederlage im Turnier bleiben, erhält er 2,59 Millionen Euro Preisgeld. Bei einen Finalsieg mit einer Niederlage in der Vorrunde gäbe es 1,22 Millionen Euro.

„Ich gehe in der besten Form, die ich bis jetzt in dieser Saisonphase gehabt habe, ins Turnier.“