Remis hilft Bullen nicht

Sport / 05.11.2019 • 23:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Abgebrüht beim Elfmeter: Salzburgs Erling Haaland lässt Napoli-Torhüter Alex Meret vom Elfmeterpunkt keine Abwehrmöglichkeit.Reuters
Abgebrüht beim Elfmeter: Salzburgs Erling Haaland lässt Napoli-Torhüter Alex Meret vom Elfmeterpunkt keine Abwehrmöglichkeit.Reuters

Kaltschnäuziges Napoli war auch im zweiten Duell für Salzburg nicht zu knacken.

Neapel Offensive war Trumpf am Fuße des Vesuvs. Sowohl Gastgeber Napoli als auch die Bullen aus Salzburg suchten ihr Heil in der Offensive. Kein Wunder, Österreichs Meister wollte einen Sieg, um im Kampf um einen Top-2-Gruppenplatz bessere Karten zu haben. Daraus wurde nichts, auch wenn Goalgetter Haaland die Führung besorgte. Am Ende trennte man sich 1:1. Und es war durchaus Glück dabei, denn Napoli-Kapitän Lorenzo Insigne verbuchte gleich zwei Lattentreffer, zudem vergab er vor der Pause innert 20 Minuten drei Topchancen. Die 8:4-Torschussstatistik nach 25 Spielminuten veranschaulichte zudem die offensive Auseinandersetzung. Salzburg, anfangs in einem 3-5-2-System und nach der Pause im 4-4-2, suchte den Schlüssel für den erhofften Sieg. Die Minichance auf das Weiterkommen aber bleibt.

Der Hype um Torschütze Erling Haaland hält indes weiter an. Manchester United, Real Madrid, Juventus Turin, der FC Bayern und auch CL-Gegner Napoli – Europas halbe Fußball-Beletage wird Interesse an Salzburgs Jungstar nachgesagt. Ein direktes Angebot für den 19-jährigen Norweger ist bislang, so glaubt man Sportdirektor Christoph Freund, noch nicht eingegangen. Seinen Marktwert hat der Stürmer mit 23 Saisontoren in 17 Spielen, darunter sieben in der Champions League, aber bereits ordentlich nach oben geschraubt. „Er ist von der Entwicklung her vielleicht der spektakulärste Spieler, den wir hier haben“, weiß Freund. Vor einem Jahr war Haaland für kolportierte fünf Millionen Euro Ablöse von Molde nach Salzburg gewechselt. Sein Vertrag läuft vorerst bis 2023, dem Vernehmen nach ohne Ausstiegsklausel.

Der Dauerbrenner

Evergreen und Musterprofi: Salzburg-Linksverteidiger Andreas Ulmer ist der erste Österreicher mit nunmehr 100 Spielen im Europacup. „Das ist schon besonders für mich“, freute sich der 34-Jährige, der ein bemerkenswertes Jahr erlebt. Denn der Hunderter ist für ihn nur einer von mehreren Höhepunkten 2019. Im ÖFB-Team gehört der Linzer, von Marcel Koller noch ignoriert, unter Teamchef Franco Foda seit 2017 zum Stamm. Und im Sommer brachte Ehefrau Sarah den Erstgeborenen Jonathan zur Welt. Der Name sei übrigens durchaus als Reverenz an Salzburgs Ex-Goalgetter Jonatan Soriano zu verstehen. Gut für Salzburg, dass der Absolvent der Stronach-Akademie seinen Vertrag bis 2022 verlängert hat.