Die Bayern mühen sich ins Achtelfinale

Sport / 06.11.2019 • 23:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Was täte Bayern München ohne Robert Lewandowski? Der Pole brachte die Münchener mit seinem 21. Saisontreffer auf die Siegerstraße gegen Piräus.Reuters
Was täte Bayern München ohne Robert Lewandowski? Der Pole brachte die Münchener mit seinem 21. Saisontreffer auf die Siegerstraße gegen Piräus.Reuters

Dank später Tore gewinnt Bayern München gegen Piräus mit 2:0.

München Dank Torgarant Robert Lewandowski und Joker Ivan Perisic hat Aushilfs-Chef Hansi Flick seinen ersten Auftrag erfüllt. Ein taktisch und personell neu ausgerichteter FC Bayern München mühte sich im Premierenspiel des Interims­trainers mit einem 2:0 (0:0) gegen Olympiakos Piräus ins Achtelfinale der Champions League. Mit seinem 21. Pflichtspieltor der Saison erlöste Lewandowski in der 69. Minute im ersten Spiel nach Niko Kovac vor allem den beförderten Flick, Perisic machte Sekunden nach seiner Einwechslung alles klar (88.). Der Auftritt des deutschen Serienmeisters vor 70.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena konnte Borussia Dortmund vor dem Bundesliga-Topspiel am Samstag aber keinen Schrecken einflößen. Flick übte seine neue Rolle am Spielfeld­rand zurückhaltend aus. Die positivste Erkenntnis für ihn war, dass vier Tage nach dem 1:5 in Frankfurt gegen total harmlose Griechen hinten die Null stand.

Gehemmte Bayern

„Ich habe das Heft in der Hand und trage die Verantwortung“, hatte Flick vorab in puncto Aufstellung betont. Und der frühere Assistent von Bundestrainer Joachim Löw setzte klare Zeichen: Drei personelle Umstellungen nahm der 54-Jährige im Vergleich zum finalen 1:5 unter Kovac in Frankfurt vor. Am markantesten war die Maßnahme, die unter Kovac gesetzten Künstler Philippe Coutinho und Thiago auf die Bank zu setzen. Im Abwehrzentrum ersetzte Javi Martínez den am kommenden Samstag im Liga-Topspiel gegen Borussia Dortmund gesperrten Jérôme Boateng. Dazu wurde Joshua Kimmich wie unter Löw im Nationalteam ins Mittelfeld vorgezogen. Doch auch Flick vermochte es nicht, die Bayern auf Knopfdruck zu alter Stärke zu führen. Über weite Strecken wirkte das Münchner Spiel gehemmt. Es fehlte an Schwung und Kreativität. Nach den vielen Gegentreffern in den letzten Wochen waren die Bayern auf Fehlervermeidung ausgerichtet. „Es ging nach den letzten Spielen einfach darum, nach vorne zu verteidigen und keine Gegentore zuzulassen. In der zweiten Halbzeit haben wir schon einiges ganz gut umgesetzt, und dadurch haben wir verdient gewonnen“, analysierte Interimstrainer Hansi Flick nach dem Champions-League-Heimsieg.

„In der zweiten Halbzeit haben wir einiges gut umgesetzt und am Ende verdient gewonnen.“