Eishockey: Rezepte gesucht

Sport / 06.11.2019 • 22:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zwei der Protagonisten, die sich heute im Derby zwischen der VEU und dem EHC wieder gegenüberstehen: Dylan Stanley und Chris D‘Alvise. VN/SAMS

Das Eishockeyderby ist für Feldkirch und Lustenau wegweisend.

Feldkirch Die Favoritenrolle will keiner, aber beide suchen sie ein Rezept für den Erfolg. Beim Eishockeyderby zwischen der VEU Feldkirch und dem EHC Lustenau im Rahmen der österreichischen Meisterschaft hat am Donnerstag (19.30 Uhr) in der Feldkircher Vorarlberghalle der Sieger sehr gute Chancen auf die Fahrkarte für das Halbfinale. „Wir wissen, worum es geht“, sagt VEU-Trainer Patrice Lefebvre zur Ausgangslage. „Jene Mannschaft, die gewinnt, ist mit einem Bein dabei“, bedeutet für EHC-Trainer Christian Weber ein Erfolg praktisch den Einzug ins Halbfinale.

Starke VEU-Formation

„Wir haben uns ausgeruht und gut trainiert“, sieht Lefebvre sein Feldkirch-Team gut vorbereitet. Lustenau beurteilt er als eine Mannschaft mit „technisch versierten Einzelspielern, aber auch mit Akteuren, die ein sehr körperbetontes Eishockey spielen können. Sie sind läuferisch stark und funktionieren als Team. Es wird schwierig für uns, ich denke Lustenau ist der Favorit. Aber wir werden alles geben, in diese speziellen Spiele gehen die Jungs immer sehr motiviert rein.“ Die VEU muss im Angriff weiter auf Christian Jennes und den frisch am Knie operierten Philipp Koczera verzichten.

Für Weber gibt es vor dem Derby noch Fragezeichen in der Aufstellung. „Bei uns sind nach dem Auswärtsdoppel am Wochenende in Wien und Linz ein paar Spieler erkrankt. Ich weiß nicht, wer zur Verfügung stehen wird.“ Sicher nicht dabei ist Ryan Glenn. Der routinierte Verteidiger, bereits bei den EBEL-Klubs in Salzburg, Bozen, Villach und Fehervar unter Vertrag, absolviert eine Tryout-Phase beim EHC. Der Schlüssel für Weber im Derby? Das ist der Block rund um Steven Birnstill, Dylan Stanley, Robin Soudek und Kevin Puschnik. „Mehr als 70 Prozent der Tore geht auf ihr Konto, das ist die Lebensversicherung der VEU. Neben Torhüter Alex Caffi natürlich.“ Cortina habe zuletzt keine Handhabe gegen den starke Feldkircher Formation gefunden. „Aber man darf nicht vergessen, dass auch der Rest der Mannschaft sehr gut arbeitet.“ Weber will eigentlich nicht zu viel auf den Gegner schauen. „Wir haben eigene Qualitäten, und die gilt es aufs Eis zu bringen. Wir werden nicht unser Spiel jenem der VEU anpassen, wir möchten mit vier Linien einen hohen Rhythmus anschlagen. Die Mannschaft wird mutig auftreten.“