Heimsiege im Visier

Sport / 06.11.2019 • 20:25 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Beim letzten Heimspiel in der Europa League gegen AS Rom erzielte der Thüringer Michael Liendl (r.) ein Traumtor für den WAC. Apa
Beim letzten Heimspiel in der Europa League gegen AS Rom erzielte der Thüringer Michael Liendl (r.) ein Traumtor für den WAC. Apa

LASK Linz und der Wolfsberger AC mit Heimspielen in der Europa League.

Linz, Graz Mit breiter Brust startet der LASK heute (18.55 Uhr/live DAZN) in Linz in die Rückrunde der Europa League. Die Oberösterreicher empfangen im Duell zweier Vizemeister PSV Eindhoven und könnten mit einem Sieg den Kampf um die zwei Aufstiegsplätze der Gruppe D zu einem spannenden Dreikampf machen. Bei einer Niederlage könnte die Hoffnung auf den Aufstieg dagegen definitiv vorbei sein. Sollten PSV und im Parallelspiel Sporting Lissabon beim punktlosen Schlusslicht Rosenborg Trondheim gewinnen, wäre die Gruppe zugunsten der Niederländer und Portugiesen schon nach vier Spielen entschieden. Doch davon wollen die Linzer nichts wissen. „Wir haben uns nach den ersten drei Spielen eine überragende Ausgangslage geschaffen. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen. Wir können diese Gruppe spannend machen und spielen auf Sieg“, erklärte Trainer Valerien Ismael.

Der LASK hat zuletzt in Meisterschaft und Cup fünf Siege geholt, dazwischen lag das 0:0 in Eindhoven. PSV war dabei klar besser und hatte eine Vielzahl von Chancen, dank des Punktgewinns sind die Linzer Athletiker aber noch im Aufstiegsrennen. „PSV ist ein starker Gegner, das haben wir im Hinspiel gesehen. Aber wir sind gut vorbereitet und gewarnt. Die Jungs sind heiß, waren nicht zufrieden mit dem Hinspiel und wollen es besser machen. Es gibt nur eine Richtung, von der ersten Minute an Vollgas“, betonte Ismael.

Duell alter Weggefährten

Während sich der LASK in den vergangenen Wochen viel Selbstvertrauen geholt hat, lief es für Eindhoven zuletzt nicht nach Wunsch. In der Meisterschaft ist PSV nach nur einem Punkt aus den jüngsten drei Spielen auf Rang drei zurückgefallen. „PSV ist unter Druck, das macht sie nicht ungefährlich. Aber das Momentum ist auf unserer Seite“, sagte Ismael. Der Franzose freut sich auf ein ausverkauftes Haus und kann bis auf die Verteidiger Christian Ramsebner und Emanuel Pogatetz aus dem Vollen schöpfen. Sein Gegenüber Mark van Bommel, einst Teamkollege bei den Bayern, muss dagegen auf zwei seiner herausragenden Spieler verzichten. Linksaußen Steven Bergwijn, im Hinspiel der überragende Mann auf dem Platz, und Mittelstürmer Donyell Malen fehlen verletzungsbedingt, ebenso der defensive Mittelfeldspieler Jorrit Hendrix.

Wolfsberg auf Revanche aus

In der Neuauflage des jüngsten Fußball-Europa-League-Duells mit Istanbul Basaksehir will sich der WAC am Donnerstag (21.00 Uhr/live Puls4, DAZN) diesmal belohnen. Zwei Wochen nach der vermeidbaren 0:1-Auswärtsniederlage sinnen die Kärntner in Graz auf Revanche, um die Aufstiegschance zu wahren. „Wir werden alles dransetzen, um die wichtigen drei Punkte mitzunehmen“, sagte Coach Gerhard Struber. Ein 1:1 gegen die AS Roma sowie der 4:0-Kantersieg über Sturm am vergangenen Wochenende zeigen, dass die „Wölfe“ in der steirischen Landeshauptstadt nicht fremdeln. Diese „Wohlfühl-Atmosphäre“ soll die Leistung gegen Basaksehir einmal mehr befeuern. „Wir genießen die Atmosphäre und fühlen uns dort sehr wohl. Das kriegt man als Spieler und Trainer nicht so oft in einem Spielerleben. Da müssen wir die Gunst der Stunde nutzen“, erklärte Struber. Seine Mannschaft liegt in der Gruppe J gleichauf mit Basaksehir (je 4) einen Punkt hinter der Roma bzw. zwei Zähler vor Borussia Mönchengladbach. Im „Hinspiel“ am Bosporus konnte der WAC gegen die mit zahlreichen internationalen Routiniers gespickten Hausherren seine gewohnten Qualitäten nur selten ausspielen, in der 80. Minute fingen sich Michael Liendl und Co. dann den entscheidenden Konter ein. Zu ähnlichen Szenen soll es diesmal gar nicht erst kommen. „Wir wissen, wie richtungsweisend dieses Spiel für uns ist und wollen alles in die Waagschale werfen“, versprach Struber. „Wir wollen von der ersten Sekunde an der unangenehme Taktgeber sein.“

„PSV ist unter Druck, das macht sie gefährlich. Aber das Momentum ist auf unserer Seite“

Trainer Mark van Bommel gastiert mit PSV Eindhoven in Linz beim LASK.AFP
Trainer Mark van Bommel gastiert mit PSV Eindhoven in Linz beim LASK.AFP