Austria zollt den Ausfällen Tribut

Sport / 08.11.2019 • 23:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lustenaus Alexander Ranacher (vorne) gegen Marco Stark, den Vorarlberger im Dress des SKU Amstetten. gepa
Lustenaus Alexander Ranacher (vorne) gegen Marco Stark, den Vorarlberger im Dress des SKU Amstetten. gepa

Lustenauer bei 0:2-Niederlage in Amstetten chancenlos.

Amstetten Offensiv ein Lüftchen und in der Defensive mit Fortdauer der Partie mehr und mehr überfordert – die stark ersatzgeschwächte Lustenauer Austria blieb in Amstetten vieles schuldig und kassierte eine 0:2-Niederlage. Die Absenz von fast einer halben Mannschaft machte sich deutlich bemerkbar, wobei Kunz-Vertreter Torhüter Dominik Schierl noch der Beste im Dress der Grün-Weißen war und sein Team vor einer höheren Niederlage bewahrte. Der Rest war sichtlich nicht in der Lage, ein Spiel aufzuziehen. Das gegen einen Gegner, der lange brauchte, um in die Spur zu kommen. „Die Burschen haben alles probiert, ich kann ihnen keinen Vorwurf machen“, lautete die nüchterne Analyse von Coach Roman Mählich.

Dünne Personaldecke

Deshalb war der 48-Jährige grundsätzlich nicht unzufrieden, zumal Christoph Freitag trotz Schambeinentzündung auflaufen musste. Das soll sich in der anstehenden Länderspielpause bessern, dann sollte sich auch die Personaldecke wieder auffüllen.
Am Feld passierte erst nach einer längeren Spielunterbrechung, ausgelöst durch eine Verletzung von Amstetten-Verteidiger Julian Krenn (24.), Entscheidendes. Die erste Chance aber sollte Lustenau gehören, wobei mit Alexander Ranacher und Marcel Canadi gleich zwei Spieler am gegnerischen Fünfer am Flankenball vorbeirutschten (34.). Damit hatte die Austria aber auch ihr Offensiv-Pulver verschossen. Denn den stärker werdenden Niederösterreichern gelang in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45./+ 3) der Führungstreffer. Schierl konnte einen Flankenball von Lukas Deinhofer nur kurz abwehren und der unbemerkt von der Abwehr aus dem Rückraum anlaufende Daniel Gremsl spitzelte den Abpraller über die Linie.

„Heute hatten wir zu viele Ausfälle. Das kann keine Mannschaft kompensieren.“

Roland Mählich, Trainer SC Austria Lustenau


Die kalte Dusche mit dem Pausenpfiff lastete schwer auf den Mählich-Schützlingen. So befand sich die Austria in Halbzeit zwei im Rückwärtsgang. Befreiungsaktionen waren ebenso Mangelware wie Tormöglichkeiten. Lediglich der eingewechselte Amoy Brown profitierte einmal von einem Stellungsfehler. Seinen Schuss aber setzte der Jamaikaner knapp neben den Pfosten (72.). Ansonsten spielte und traf nur Amstetten.