Eklat und Doppelrot nach Check gegen Trainer

Sport / 10.11.2019 • 23:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mittendrin in den Tumulten in der Schlussphase waren Frankfurts Kapitän David Abraham (links) sowie Freiburgs Italiener Vincenzo Grifo.afp
Mittendrin in den Tumulten in der Schlussphase waren Frankfurts Kapitän David Abraham (links) sowie Freiburgs Italiener Vincenzo Grifo.afp

Frankfurts Abraham droht nach Attacke eine lange Strafe.

Freiburg Zwei Rote Karten in der Nachspielzeit, einmal Gelb-Rot und ein durch einen Check zu Boden gestreckter Trainer Christian Streich: Nach einer turbulenten Begegnung hat die Überraschungsmannschaft des SC Freiburg ihr bestes Anfangsdrittel in der Bundesliga mit dem Sprung auf einen Champions-League-Platz gekrönt. Die unschönen Szenen in der Nachspielzeit trübten aber zunächst die Freude über den glücklichen 1:0-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt.

Gäste-Kapitän David Abraham checkte Kult-Coach Streich kurz vor dem Ende zu Boden und sah von SR Felix Brych Rot. Im folgenden Handgemenge griff der bereits ausgewechselte Vincenzo Grifo (90.(+ 10) Abraham an den Kiefer und sah ebenfalls Rot. „Da sind ihm die Sicherungen durchgebrannt. Abraham ist ein extrem emotionaler Spieler, ich komme einfach nicht weg, er rennt mich halt über den Haufen. Fußball ist ein Kampfsport, das war allerdings an der falschen Stelle“, sagte Streich, gab sich danach aber wieder versöhnlich: „Wir müssen jetzt runterfahren.“

Eine Szene überschattet Spiel

Fredi Bobic kritisierte den Übeltäter. „Das überschattet vieles zum Schluss. Das darf er nicht machen. Er ist emotional, das darf ihm nicht passieren“, sagte der Frankfurter Sportvorstand. Aber auch die Gelb-Rote Karte gegen den ehemaligen Freiburger Gelson Fernandes ärgerte Bobic: „Das war entscheidend für das Spiel.“ In Überzahl erzielte Torjäger Nils Petersen den Siegtreffer (77.). Doch das interessierte zunächst nicht. „Am Ende war so viel los, das braucht der Fußball nicht“, sagte SC-Abwehrspieler Dominique Heintz. Und was meinte Frankfurt-Coach Adi Hütter nach dem Spiel? „Zum Schluss ist es etwas hektisch geworden, Fußball lebt auch von Emotionen. Auch bei den Trainern gehört es dazu. Wir haben in Unterzahl alles in die Waagschale geworfen und hätten einen Punkt verdient.“