Ein Schritt bis zum Halbfinale

Sport / 11.11.2019 • 22:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das 7:5, 7:5 gegen Roger Federer war Dominc Thiems dritter Erfolg über den Schweizer in diesem Jahr. Eine derartige Serie gegen den Grand-Slam-Rekordsieger können nur vier weitere Profis vorweisen: Der erste war David Nalbandian (2003), gefolgt von Rafael Nadal, Andy Murray und Novak Djokovic.Reuters
Das 7:5, 7:5 gegen Roger Federer war Dominc Thiems dritter Erfolg über den Schweizer in diesem Jahr. Eine derartige Serie gegen den Grand-Slam-Rekordsieger können nur vier weitere Profis vorweisen: Der erste war David Nalbandian (2003), gefolgt von Rafael Nadal, Andy Murray und Novak Djokovic.Reuters

Nach Triumph über Federer wartet auf Thiem ab 21 Uhr der Kracher gegen Djokovic.

London Dominic Thiem hat mit heiserer Stimme, aber sehr zufrieden sein erstes Match bilanziert. Erstmals im vierten Versuch hat er gleich sein Auftakt-Gruppenmatch bei den ATP Finals gewonnen. Noch dazu gegen Roger Federer. Seine Ausgangslage für den erhofften erstmaligen Halbfinaleinzug ist dementsprechend gut. „Es ist ein gutes Gefühl und ich habe auch das Gefühl, dass ich obenauf bin, weil ich nur noch einen Schritt weg bin vom Halbfinale“, sagte Thiem im Hinblick auf das Duell am Dienstag (21 Uhr) mit Novak Djokovic. „Ich kann das natürlich sofort fixieren, aber auf der anderen Seite: Wenn ich die Partie verliere, dann beginnt wieder das große Zittern und dann geht es wieder am Donnerstag um alles“, weiß der zweifache French-Open-Finalist um die Round-Robin-Arithmetik bestens Bescheid.

„Irgendwie ist jedes Match richtig wichtig. Aber es ist definitiv schöner, so ins Turnier zu starten als wie in den letzten drei Jahren.“ Dass er es bisher noch nie geschafft hat, im gleichen Turnier nach einem Sieg über einen der großen Drei im nächsten Match gegen den nächsten zu reüssieren, macht ihn nicht bange. „Ich glaube, dass es von der Situation her diesmal ein bisserl anders ist. Es ist hier komplett am Anfang von einem Turnier, es wird Best of three gespielt, ich hatte einen Tag Pause und kann topausgeruht ins Match gehen.“ Dies sei sonst noch nie der Fall gewesen. „Als ich in Rom Nadal geschlagen habe, habe ich schon richtig viele Matches in den Beinen gehabt und bin ein bisserl eingegangen. Ich muss so wie gegen Federer vom ersten Punkt an voll da sein, wenn ich gegen Djokovic eine Chance haben will.“

Seinen Sieg über Federer stuft er hoch ein. „Es ist schon was Besonderes; jedes Mal gegen Federer zu spielen und ihn zu schlagen, ist natürlich noch schöner. Um das zu machen, muss sehr viel passen. Ich habe gut serviert und retourniert und auch von hinten die meiste Zeit solide gespielt. Nur so ist die Chance da.“

Grandioser Sonntag

Hocherfreut war er freilich über die anderen Erfolge ihm nahe stehender Menschen am Sonntag: Seine Freundin Kristina Mladenovic hatte alle drei Punkte im Endspiel des Fed Cup für Frankreich geholt, sein Jugendfreund Dennis Novak den Challenger-Titel in Bratislava gewonnen. „So gesehen ist es ein noch grandioser Sonntag gewesen. Kiki hat absolut Geschichte geschrieben, ist wahrscheinlich ab heute eine Nationalheldin in Frankreich.“ Und auch der Erfolg von Novak sei „richtig geil“.