Schülerin, Spitzensportlerin und Lehrerin

Sport / 13.11.2019 • 20:25 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Elisabeth Obernosterer ist eine jeder ehemaligen Spitzensportlerinnen, die am Sportgymnasium Dornbirn als Lehrerin tätig ist. Die 2016-Olympiateilnehmerin im Badminton unterrichtet Mathematik, Sport und Sportkunde. Steurer
Elisabeth Obernosterer ist eine jeder ehemaligen Spitzensportlerinnen, die am Sportgymnasium Dornbirn als Lehrerin tätig ist. Die 2016-Olympiateilnehmerin im Badminton unterrichtet Mathematik, Sport und Sportkunde. Steurer

Elisabeth Obernosterer über ihre Zeit am Sportgymnasium. Am Freitag Tag der offenen Tür.

Dornbirn Meisterschütze und Olympiamedaillengewinner Wolfram Waibel, Ringer-Serienweltmeisterin Nikola Hartmann, Fecht-Ass Roland Schlosser, Eiskunstläufer Viktor Pfeifer, Ausnahmegymnastin Caroline Weber, Badminton-Ass David Obernosterer oder die Paradewintersportler Christine Scheyer, Alessandro Hämmerle und Thomas Steu: Das Who is Who verbinden sportliche Erfolge und eine gemeinsame Vergangenheit: Sie alle haben ihre schulische Reifeprüfung am Sportgymnasium Dornbirn abgelegt. Am Freitag lädt Vorarlbergs Talenteschmiede zum Tag der offenen Tür in die Messestraße 4. Schüler, Eltern und Interessierte aus Sportvereinen und Verbänden haben die Gelegenheit, sich ein Bild über die Form des Oberstufenrealgymnasiums, kurz BORG, mit besonderer Berücksichtigung der sportlichen Ausbildung zu machen. Beginn ist um 13.30 Uhr (bis ca. 17.15 Uhr) und um 15.15 und 16.45 Uhr präsentieren sich angebotene Sportarten in der Messehalle 1 bis 3 bei einem Showblock, um 17.30 Uhr startet dann in der Aula der Informationsabend unter der Leitung von Direktor Josef Spiegel.

Drei Ausbildungszweige

Bei einem Lokalaugenschein wird die Vielseitigkeit dieser Schule deutlich. Einige der größten Nachwuchshoffnungen in olympischen und auch nicht-olympischen Sportarten haben hier ab einem Alter von 14 Jahren die Möglichkeit, Ausbildung und Sport zu vereinbaren und mit ihren Vereins- oder Landestrainern wertvolle Trainings zu absolvieren. Angeboten werden drei verschiedene Zweige (O1, O2, O3), je nachdem, ob eine allgemeine sportliche Ausbildung oder der Leistungssport im Vordergrund stehen. Im vierjährigen O1-Typ steht die Vielseitigkeit während sieben Sportstunden pro Woche im Mittelpunkt. Im O2-Typ, der vier Jahre lang dauert, sind unter anderem Mannschaftssportarten beheimatet. Auch hier stehen sieben Stunden Sport – in der spezifischen Sportart – auf dem Lehrplan.

Im Typ O3 Spitzensport sind zwischen acht und elf Trainingseinheiten, verteilt auf in der jeweiligen Sportart spezifizierte Einheiten bzw. Basis- und Ergänzungstraining in den Unterricht integriert, die teilweise von den Landestrainern oder externen Experten betreut werden. Die Mädchen und Burschen haben fünf Jahre Zeit, um die Maturareife zu erlangen.

Qualifizierte Pädagogen

Aktuell werden 270 Schüler, darunter 138 Mädchen, von 50 Lehrern betreut. Aus der Vielzahl an Pädagogen, die auf eine erfolgreiche Laufbahn als aktive Sportler zurückblicken können, ragt eine Name heraus: Elisabeth Obernosterer. Die 29-jährige maturierte vor zehn Jahren am Sportgymnasium, zählte über viele Jahre zur erweiterten Weltspitze im Badminton, war 2016 in Rio bei den Olympischen Spielen dabei. Seit Beendigung ihres Lehramtstudiums unterrichtet Obernosterer an der heimischen Talenteschmiede Mathematik, Sport und Sportkunde. „Für mich ist und bleibt das Sportgymnasium die perfekte Symbiose von Schule und Sport“, erklärt Obernosterer. „Jeder ambitionierte Nachwuchssportler hat die Möglichkeit, in einem der drei Ausbilungszweige die beste Variante zu finden, um Leistungssport und schulische Anforderungen unter einen Hut zu bringen. Nicht nur, weil ich selbst diesen Weg gegangen bin, kann ich jedem zielstrebig orientierten Nachwuchssportler diesen Schritt empfehlen. Die Schule kann und wird dabei aber nur die Marschrichtung vorgeben und begleiten. Am Ende des Tages entscheidet immer der Schüler oder Sportler mit seinem Einsatz, ob die Entscheidung von Erfolg gekrönt ist.“

Elisabeth Obernosterer ist eine jeder ehemaligen Spitzensportlerinnen, die am Sportgymnasium Dornbirn als Lehrerin tätig ist. Die 2016-Olympiateilnehmerin im Badminton unterrichtet Mathematik, Sport und Sportkunde. Steurer
Elisabeth Obernosterer ist eine jeder ehemaligen Spitzensportlerinnen, die am Sportgymnasium Dornbirn als Lehrerin tätig ist. Die 2016-Olympiateilnehmerin im Badminton unterrichtet Mathematik, Sport und Sportkunde. Steurer

Stichwort

Sportgymnasium Dornbirn

Bundesoberstufenrealgymnasium (BORG) mit sportlichem Schwerpunkt

Messestraße 4, 6850 Dornbirn

Gegründet: 1978

Für Schüler zwischen 14 und 19 Jahren Internet: www.sg-dornbirn.ac.at

Drei verschiedene Schultypen

O1-Typ (Dauer 4 Jahre)

Vielseitigkeit, sieben Stunden Sport/Woche Aufnahme: sportmotorischer Test, Schulnoten 4. Klasse

O2-Typ (Dauer 4 Jahre)

Leistungssport, sieben Stunden Sport/Woche Aufnahme: Verbandsakzeptanz, sportmotorischer Test und eventuell Sichtungstraining, Schulnoten 4. Klasse O3-Typ (Dauer 5 Jahre)

Leistungs-/Spitzensport, acht bis elf Stunden Sport/Woche Aufnahme: Verbandsakzeptanz, sportmotorischer Test, Schulnoten 4. Klasse Erklärung sportmotorischer Test: Geräteturnen (Felgaufschwung, Handstand, Hocke über Kasten und Rolle rückwärts), Sportmotorische Tests (20-m-Sprint, Hürdenbumerang, Rumpfbeuge, Vor- Rückwärtslauf), Schwimmen (100 Meter Schwimmen und 10 Meter Tauchen), Spielfähigkeit